Welche Filme würdet ihr euch gerne in den Altstadtkinos ansehen? Um dies herauszufinden, haben wir eine monatliche Online-Umfrage ins Leben gerufen. Und so funktioniert sie: Einfach die gewünschten Filme - eine Auswahl von Deutschland-Premieren bis etwa Ende September 2010 - anklicken (höchstens 5) und abschicken. Der Sende-Button befindet sich ganz unten. Zu gewinnen gibt es jeden Monat 5x2 Freikarten! Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt. Absendeschluß ist der 31. Juli 2010 Viel Glück!
Großes spanisches Gefühlskino abseits von Pedro Almodóvar und Alejandro Amenábar? Gibt es! „Me Too“ ist die Liebesgeschichte zwischen einem hochbegabten Mann mit Down Syndrom und einer „normalen“ Frau, die sich ihm nach anfänglichem Zögern offenbart. Beim Filmfestival in San Sebastián wurden Lola Dueñas und Pablo Pineda als Beste Hauptdarsteller ausgezeichnet.
Mit ihrem anrührenden Melodram „Eine Familie“ beweist Regisseurin Pernille Fischer Christensen erneut die emotionale Stärke des skandinavischen Kinos. Sensibel inszeniert die 40jährige Dänin eine klassisch moderne Familiengeschichte um Generationenkonflikt, Pflichtgefühl, Selbstverwirklichung, Zusammenhalt, Normen und Tradition. Dabei spart die ehemalige Kunsthistorikerin auch das Tabuthema Tod und Trauer nicht aus.
Vier Babys, vier Länder, vier unterschiedliche Kulturen und vier kontrastreiche Lebenswelten, daraus wird ein Vergnügen hoch vier! Über ein Jahr lang folgte das französische Team dieses außergewöhnlichen Dokumentarfilms der Entwicklung von kleinen Erdbewohnern aus der Mongolei, San Francisco, Namibia und Tokio. Egal, ob in einfachen, ländlichen Verhältnissen oder in Großstädten, Babys faszinieren überall gleichermaßen – mal als Energiebündel, mal als Dreckspatz oder auch Quälgeist und immer mit ganz eigenem Willen und angeborenem Erfahrungsdurst. Die Alltagsbilder aus den unterschiedlichsten Kulturen zeigen eindrucksvoll, dass die Entwicklung des Lebens ungeachtet der individuellen Förderungen überwiegend Gemeinsamkeiten aufweist.
Hollywoods aktueller Jungstar Amanda Seyfried spielt die Hauptrolle in einer romantischen Komödie, die den Mustern des Genres so penibel und vorhersehbar folgt, dass es schon wieder amüsant ist. So kann man sich an der Schönheit des Schauplatzes Verona und der Toskana erfreuen, vor allem aber an der wunderbaren Vanessa Redgrave, die auch in so einem banalen aber unterhaltsamen Film ihre Klasse beweist.
Männer und Synchronschwimmen. Die schwedische Außenseiter-Komödie „Männer im Wasser“ führt diese scheinbaren Gegensätze im Rahmen einer nicht immer ganz konfliktfreien Vater-Tochter-Geschichte zusammen. Das Resultat ist ein heiteres, sehr charmantes Feel-Good-Stück, dessen Strickmuster sehr an Erfolgskomödien wie „Ganz oder gar nicht“ erinnert. Mit seinen liebenswerten Figuren ist der Film insgesamt recht überzeugend gelungen.
Es ist nicht der Stoff, aus dem gemeinhin Komödien gestrickt sind. Ein achtjähriges Mädchen aus einem kaputten Elternhaus und an Autismus erkrankter Mittvierziger schreiben sich über Tausende Kilometer hinweg. Der Australier Adam Elliot erzählt in seinem Langfilmdebüt mit sicherem Gespür für charmante und skurrile Details von zwei Außenseitern, die eine ungewöhnliche Freundschaft verbindet. Sein nach der Maßgabe der klassischen Stop-Motion-Technik produziertes Animationskunstwerk berührt das Herz ganz ohne falsche Rührseligkeit.
„Willkommen in meinem grandiosen Leben!“ Für Alfi Seliger (Markus Hering), Filmemacher, Hypochonder und Familienvater, fühlt sich das Leben eindeutig zu lang an: Nicht nur seine vernachlässigte Frau (Meret Becker), die aufsässigen Kinder und seine exzentrische Mutter (Elke Sommer) verleiden ihm den Alltag, sondern auch der Produzent (Hans Hollmann) seines neuen Drehbuchs und dessen spielwütige, russische Gattin Natasha (Veronica Ferres). Hilfe sucht Alfi bei Arzt (Heino Ferch) und Analytiker (Udo Kier), doch die einzige, die ihn zu verstehen scheint, ist die junge Aktrice Caro Will (Yvonne Catterfeld), mit der sich ein zarter Flirt anbahnt. Alfis chaotisches Dasein erreicht mit einem theatralisch-hilflosen Selbstmordversuch seinen Höhepunkt. Alfi überlebt. Doch er erwacht nur scheinbar in seinem alten Leben...
Pünktlich zum 50. Geburtstag, den die Geschichten um den kleinen Nick im letzten Jahr feierten, entstand diese in Frankreich enorm erfolgreiche Verfilmung. Bei allen Problemen der Adaption nicht ganz zu unrecht, den auch wenn „Der kleine Nick“ bisweilen arg nostalgisch ist, kann man sich dem Charme der Kinderdarsteller kaum entziehen.
Boras Altas stahl während der Berlinale 2010 manchem Star die Show. Wie der Junge auf dem Podium die Fragen der Journalisten beantwortete, war herzerfrischend. Aufgeweckt, neugierig, ein bisschen staunend – genau wie im Film „Bal“ („Honig“), in dem Altas den Sohn eines Imkers spielt, der die Schönheit und die Schrecken der Kindheit erlebt. Semih Kaplanoðlu, der mit „Bal“ in Berlin den Goldenen Bären gewann, bettet das kindliche Erwachen souverän in den wogenden Rhythmus einer anatolischen Waldlandschaft ein.
Der gemütliche, dicke „Mammuth“ (Gérard Depardieu) hat das Rentenalter erreicht und muss seinen Job in der Fleischfabrik aufgeben. Mit der neuen Freizeit weiß der weder schlaue noch handwerklich begabte Ruheständler wenig anzufangen. Als seine Frau Catherine (Yolande Moreau) ihn drängt, sich endlich um seine Rentenansprüche zu kümmern, entdeckt er, dass die Belege von zahlreichen seiner alten Arbeitgeber fehlen. Ohne die gibt es aber keine Rente. Also holt „Mammuth“ sein altes Motorrad aus den Siebzigern, dem er seinen Spitznamen verdankt, aus der Garage und macht sich auf den Weg, die Firmen von einst abzuklappern. Zu dumm nur, dass die mittlerweile teilweise nicht mehr existieren. Und das sind nicht die einzigen Hindernisse auf diesem Trip, der zu einer Reise in die eigene Vergangenheit wird.
George Clooney spielt einen Massenmörder, der sich in ein idyllisches Dorf in Italien zurück gezogen hat und dort „Mr. Butterfly” genannt wird, da er sich als Schmetterlinge zeichnender Künstler ausgibt. In Wahrheit bereitet er jedoch einen letzten Mord vor und knüpft soziale Kontakte. Dies widerspricht seinem bisherigen Vorgehen und die Freundschaften und Liebesgeschichten, in die er sich verwickelt, sollen letztendlich auch sein mörderisches Vorhaben erschweren.
Mehr schlecht als recht schlägt sich der gebürtige Wiener Ferdinand Marian im Jahr 1939 als Schauspieler durchs Leben. Seine Chance kommt, als ihm die Hauptrolle in einer Verfilmung von "Jud Süß" angeboten wird, auch wenn er aufgrund der inhaltlichen Ausrichtung des Projekts zunächst zögert. Propagandaminister Joseph Goebbels lässt keinen Zweifel daran, dass Marian den Part spielen muss. "Jud Süß" ist wichtig für Goebbels' Pläne und Marian in seinen Augen genau der Richtige. Marian glaubt, die Situation unter Kontrolle zu haben: Seine Frau ist Jüdin. Doch das Spiel mit dem Feuer bleibt nicht ohne Folgen.
Eine Frau, die eigentlich alles hat, stellt fest, dass sie ihr Leben nicht mehr genießt. Sie kehrt Mann und Job den Rücken und geht auf Entdeckungsreise nach Italien, Indien und Bali. Komische und dramatische Verfilmung des autobiografischen Buches von Elizabeth Gilbert mit Julia Roberts in der Hauptrolle.
Gordon Gekko ist wieder auf freiem Fuß. Die Welt mag sich in den vergangenen 20 Jahren verändert haben, aber die Gier nach Macht und Reichtum ohne Rücksicht auf Verluste ist immer noch allgegenwärtig. Zunächst aber wirkt Gekko reumütig. Weil seine Tochter Winnie seit Jahren nicht mehr mit ihm spricht, versucht er sich ihr über ihren Verlobten, den ambitionierten, aber unverdorbenen Wall-Street-Broker Jacob anzunähern. Jacob ist fasziniert von dem ehemaligen Finanztitan und spricht auf dessen weltmännische Art an. Als er bemerkt, was Gekko wirklich vorhat, ist es zu spät.