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Dänischer Schwarzhumor, solide Handarbeit und ein liebevoller Umgang mit den gestörten Protagonisten des Films machen „Adams Äpfel“ von "Dänische Delikatessen"-Regisseur Anders Thomas Jensen zu einem der verrücktesten und lustigsten Filme des Sommers: Neonazi Adam wird zur Rehabilitierung aufs Land geschickt. Dort gerät er unter die Fittiche von Pfarrer Ivan, der mindestens ebenso verrückt ist wie seine Schäfchen ein Terrorist, ein Alkoholiker und ein alter Nazi - und dessen Naivität Adam zur Weißglut treibt. Ohne es eigentlich recht zu wollen, verbeisst er sich in einen Kreuzzug gegen die manische Güte des Pfarrers.
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Komödie;
Dänemark 2005 - 89 Min.; ab 12; Regie und Drehbuch: Anders Thomas Jensen; Darsteller: Ulrich Thomsen, Mads Mikkelsen, Nicolas Bro, Ali Kazim, Paprika Steen. www.adams-aepfel.de www.imdb.com Trailer (deutsch) |
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Eine grandiose schwarze Komödie. Stern Eine boshaft-witzige Komödie über das komplizierte Konzept von Gut und Böse ein Kino-Highlight. KulturSPIEGEL Ein makabrs Glaubensdrama aus Dänemark. Eine bodenlose Unverschämtheit - und eine Offenbarung! Diese Komödie ist schwärzer als schwarz. Und lustiger, als man es für möglich halten möchte. Cinema |
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Seine Drehbücher gelten als die Besten Dänemarks. Er zeichnet für Filme wie Mifune, In China essen sie Hunde und Wilbur Wants To Kill Himself verantwortlich. Seit gut sechs Jahren hat sich Anders Thomas Jensen auch als Regisseur einen Namen gemacht, für Dänische Delikatessen und Flickering Lights. Sein neuestes Werk bezeugt erneut, dass es durchaus möglich ist, eine skurrile Komödie mit Tiefgang mit Action und Effekten anzureichern. In diesem Fall gesellt sich eine „dritte Macht“ hinzu, die sowohl den offensichtlich Guten - Ivan - wie den ebenso offensichtlich Bösen - Adam - auf die Probe stellt. Aber der Reihe nach: Adam hat sich selbst die Aufgabe ausgesucht, einen Afelkuchen zu backen, und seitdem heissen die Äpfel in Ivos Garten „Adams Äpfel“. Diese unschuldigen Früchte werden von allerlei Plagen heimgesucht. Erst hacken riesige schwarze Vögel auf sie ein, dann gibt es eine Wurmplage und schließlich vernichtet ein nächtliches Gewitter mit vielen herrischen Blitzen Baum und Ofen, in dem der zukünftige Kuchen gebacken werden soll. Das klingt geradezu fantastisch und ist es auch. Trotz dieser wunderbaren „metaphysischen“ Einlagen spielt das grossartige Schauspielerensemble so realistisch, wie wir dies von dänischen Komödien gewohnt sind. Ulrich Thomsen gibt den Adam. Wenn der eines hasst, sind es „Gutmenschen“. Seine Verachtung für diese nimmt man ihm auf jeden Fall ab, und die Regieanweisungen sind nicht gerade zimperlich. Mehrmals schlägt Adam den guten Ivan zusammen, und immer hält der ihm auch noch die andere Wange hin. Mads Mikkelsen (Dänische Delikatessen, Open Hearts, Pusher) ist einer der beliebtesten Schauspieler Dänemarks. Er hat die Rolle des Ivan übernommen, eines unauffälligen Landpfarrers. Amüsant, wenn man weiss, daß Mikkelsen im vergangenen Jahr von einer dänischen Frauenzeitschrift zum „Sexiest Man of Denmark“ gekürt wurde. Adams Äpfel ist eine geradezu perfekte moderne Komödie: Sie besitzt eine dramaturgisch gut erzählte Geschichte mit sozialkritischem Bezug und ist darüberhinaus sehr originell. Selbst der Kirche hat sie gefallen: Anders Thomas Jensen wird in diesem Jahr den Kulturpreis der dänischen Pastoren verliehen bekommen.
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