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AMERICAN GANGSTER
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In den 70er Jahre erhebt sich in New York ein neuer Stern am Gangsterhimmel: Der mittlerweile fast schon legendäre Frank Lucas ist der erste Afroamerikaner, der die alteingesessenen Mafia mit seinem erfolgreichen Geschäftsmodell in den Schatten stellt. Ihm auf den Fersen ist der nicht gerade zimperliche Cop Detective Richie Roberts. Immer mehr verliert Lucas schließlich das Vertrauen in seine Untergebenen und Roberts schließt langsam die Schlinge um den "American Gangster".
Ridley Scott zeigt einmal mehr, dass er zu den großen Virtuosen Hollywoods gehört. Sein grandios inszeniertes Mafia-Epos zeigt uns ein stimmungsvolles und brutales New York der 70er Jahre und reiht sich problemlos in die Liste der Genregrößen ein. Denzel Washington als Frank Lucas fügt seinem Lebenswerk einen weiteren äußerst zwiespältigen Charakter hinzu und Russel Crowe überzeugt als unnachgiebiger Polizist. Klarer Tipp für alle Genrefans. |
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Drama/Thriller;
Prädikat: besonders wertvoll; USA 2007 - 156 Min.; ab 16; Regie: Ridley Scott; Darsteller: Denzel Washington, Russell Crowe, Josh Brolin, Chiwetel Ejiofor, Carla Gugino, John Hawkes, Ted Levine, Yul Vazquez, RZA, Cuba Gooding Jr., John Ortiz. Homepage (deutsch) www.imdb.com |
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Frank Lucas ist eine berüchtigte Figur im Pantheon des amerikanischen Verbrechen: In den späten 60er-Jahren stieg der ehemalige Chauffeur des legendären Gangsters Bumpy Johnson nach dessen Ermordung zum mächtigsten Don in Harlem auf, der sich das Heroin direkt von den Herstellern in Thailand besorgte und in hoher Qualität und zu niedrigen Preisen in der Bronx verkaufte. Berühmt war seine "Cadaver Connection": Die Drogen schmuggelte er auf spektakuläre Weise in Särgen amerikanischer Soldaten, die in Vietnam gefallen waren, ins Land. Angesichts der filmreifen Geschichte mit ihren zahllosen Sagen und Legenden, die sich um Lucas ranken, überrascht es, dass selbst die Blockbuster-Schmiede Imagine Entertainment jahrelang Schwierigkeiten hatte, das Projekt vom Boden zu bekommen. Nach dem Ausscheiden des designierten Regisseurs Antoine Fuqua galt es sogar als mausetot, bis es von Ridley Scott wieder belebt wurde, der die aufwändige Saga mit Denzel Washington und Russell Crowe binnen weniger Monate drehklar machte. So gelingt es diesem Film in einer Ahnenreihe mit "Der Pate", "Scarface" und "Die Unbestechlichen", einerseits die nötige epische Wucht zu entfalten, wie sie ein Film benötigt, der zwei parallele Lebenswege - Räuber auf der einen, Gendarm auf der anderen Seite - über Jahre hinweg spannend zu verfolgen sucht, andererseits zeichnet sich "American Gangster" durch eine lässige Dringlichkeit und Spontaneität aus, wie man sie bei Filmen dieser Art selten findet. Es sei denn, der Regisseur heißt Ridley Scott: Wie gewohnt lässt er komplexeste Einstellungen einfach und entspannt aussehen, fast wie in einem Blaxploitation-Film der beschriebenen Ära, ohne es an Professionalität missen zu lassen. Er hat sich mit den nötigen Vollbluttalenten vor und hinter der Kamera umgeben. Allen voran natürlich Denzel Washington als charismatischer und unerbittlicher Black Caesar und Russell Crowe in seiner dritten Arbeit mit Scott als Westentaschen-Serpico, der sich mit seiner Unbestechlichkeit à la Elliott Ness Feinde in der Unterwelt wie auch bei seinen Kollegen macht. Unaufdringlich und mit ebenso groben wie präzisen Strichen werden die beiden Kontrahenten skizziert, deren Wege sich erst fast zu Ende des Films erstmals kreuzen. Davor gestaltet Scott ihr Tun als raffiniertes, aber unausweichliches Katz-und-Maus-Spiel, in dem Look und Sound immer präzise die Zeit nachzeichnen und ein regelrechtes Spalier von großartigen Nebendarstellern (besonders klasse: Chiwetel Ejiofor als Lucas Bruder) immer dann für Leben sorgen, wenn Scott zugunsten der Atmosphäre die Spannung schleifen lässt. Ganz großes Old-School-Kino für Erwachsene. |
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