3 Oscars:
Beste Regie (Ang Lee), Beste Musik und Bestes Drehbuch

4 Golden Globe Awards 2006:
Bester Film Drama
Beste Regie (Ang Lee)
Bestes Drehbuch (Larry McMurtry, Diana Ossana)
Bester Song ("A Love That Will Never Grow Old")

62. Internationales Filmfestival Venedig:
Goldener Löwe für den Besten Film

Pressestimmen

“Weise, leise und ungemein selbstsicher erzählt Regisseur Ang Lee von einer großen Liebe, die zwei Liebende bis in den Tod verbergen müssen. Ein Meisterwerk.” (STERN)

“Eine epische und komplexe Liebesgeschichte, die dem Zuschauer mit beispielloser emotionaler Wucht die Tränen in die Augen treibt. Ein Superlativ von einem Film, ein Klassiker.” (KulturSPIEGEL)

“Dank seiner brillanten und mutigen Hauptdarsteller Heath Ledger und Jake Gyllenhaal universell nachvollziehbar, ein großartig emotionales Filmerlebnis, das nachhaltig fesselt.” (Blickpunkt Film)

Drama;
USA 2005 - 134 Min.; ab 12;
Regie: Ang Lee;
Darsteller:
Heath Ledger (Ennis Del Mar),
Jake Gyllenhaal (Jack Twist),
Randy Quaid (Joe Aguirre),
Anne Hathaway (Lureen Newsome),
Michelle Williams (Alma),
Valerie Planche (Waitress),
Graham Beckel (L.B. Newsome),
David Harbour (Randall Malone),
Kate Mara (Alma Jr., Age 19),
Roberta Maxwell (Jack's Mother),
Peter McRobbie (John Twist),
Anna Faris (LaShawn Malone).

www.brokebackmountain.de

www.brokebackmountainmovie.com

www.imdb.com

Trailer (deutsch)

Trailer (english)
Der gebürtige Taiwan-Chinese Ang Lee hat mit seinem Film „Brokeback Montain“ den Goldenen Löwen der diesjährigen Biennale in Venedig gewonnen. Eine glückliche Entscheidung, denn die berührende Liebesgeschichte zwischen zwei Cowboys im US-Staat Wyoming in den sechziger Jahren ist ein für die Kinoverwertung trotz Starbesetzung (Heath Ledger und Jack Gyllenhaal) schwieriges Thema und die Ehrung durch das älteste Filmfestival der Welt eine gute Startvorgabe.
Ein schwuler Western gewinnt den Hauptpreis der 62. Mostra? So seltsam es klingt, ganz unerwartet kam die Entscheidung nicht, denn Ang Lees mutiges Werk wurde im Vorfeld durchaus als einer der Aspiranten für die Auszeichnung gehandelt. Der Regisseur greift hier auf eine Kurzgeschichte der Pulitzer-Preisträgerin Annie Proulx zurück, deren „Schiffsmeldungen“ mit Kevin Spacey in der Hauptrolle bereits für Furore in deutschen Programmkinos sorgten.
Die beiden Protagonisten dieses Cowboy-Dramas, der schweigsame Hilfsarbeiter Ennis del Mar und der Rodeoreiter Jack Twist, treffen erstmals im Jahre 1963 bei der Suche nach Arbeit aufeinander. Für die Sommermonate werden in Brokeback Mountain noch Schafshüter gesucht. Der Job hoch in den Bergen Wyomings in absoluter Einsamkeit scheint nicht sehr begehrt zu sein und sie erhalten recht bald den Zuschlag. Im Laufe ihrer Zusammenarbeit kommen sich die beiden an diesem abgeschiedenen Ort zwangsläufig näher. Vorsichtig beginnen sich die beiden schweigsamen Männer einander zu öffnen, tauschen Erinnerungen aus, gestehen sich schließlich sogar innere Verletzungen in ihrer Vergangenheit ein. Bald geht die Zuneigung über pure Kameradschaft hinaus. In einer kalten Nacht teilen sie sich erstmals ein Zelt und es kommt zum Sex. Natürlich sei man nicht schwul, versichert man sich gegenseitig verlegen am nächsten Morgen. Doch auch wenn die beiden es sich zunächst nicht eingestehen wollen, es bleibt nicht bei diesem einmaligen Ereignis. Im Laufe des Sommers entwickelt sich zwischen Ennis und Jack eine ebenso leidenschaftliche wie tiefe Beziehung.
Doch mit Ende des Jobs trennen sich auch die Wege der beiden „lonesome cowboys“. Sie kehren in ihr normales Leben zurück, heiraten und gründen Familien; vier Jahre lang sehen und hören sie nichts voneinander. Bis eines Tages bei Ennis ein Brief eintrifft von Jack, der ein Treffen vorschlägt. Die alte Leidenschaft entflammt erneut. Hinter dem Rücken ihrer Ehefrauen treffen sie sich fortan mehrmals im Jahr „zum Fischen“ in den Bergen. Obwohl beide inzwischen die Tiefe ihrer Beziehung erkannt haben, gelingt es insbesondere Ennis angesichts der herrschenden engen Moralvorstellungen nicht, sich von den gesellschaftlichen Konventionen zu lösen und zu Jack zu stehen, der zunehmend auf ein gemeinsames Leben drängt. Dies ändert sich selbst dann nicht, als Ennis Ehe zerbricht und er als einsamer und unglücklicher Single alleine lebt. Erst als es zu spät ist, erkennt Ennis die verpasste Chance auf ein gemeinsames glückliches Leben.
„Brokeback Mountain“ ist großes Gefühlskino, das ohne Pathos auskommt, vielmehr von den kleinen Gesten und verstohlenen Blicken lebt. Heath Ledger, in Venedig gleich in drei Filmen präsent, und Jack Gyllenhaal leisten ganze Arbeit und zeigen, dass sie nicht nur Action-Rollen, sondern auch das Charakterfach mit leisen Zwischentönen beherrschen. Die betörend fotografierte Landschaft spiegelt kongenial die Einsamkeit ihrer Helden wider. „Ich glaube, jeder hat ein Brokeback Mountain im Herzen“, so Ang Lee vor Journalisten bei der Vorstellung des Films im Festival-Palais. „Das ist ein geheimer Ort, zu dem wir immer zurück wollen, oder ein Ziel, das wir immer suchen und niemals finden“. Und so endet der Film mit einer herzzerreißend sentimentalen Szene dort, wo er begonnen hat – an einem Ort jenseits aller Normen, wo nur die Kraft der Liebe zählt.