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Brillanter Psychothriller von Michael Haneke über eine gut situierte französische Familie, in deren Alltag Angst und Unsicherheit Einzug hält, weil ihr regelmäßig Videoaufnahmen ihres Zuhauses zugespielt werden.
Anonym werden dem Fernsehmoderator Georges Laurent Videoaufnahmen, in denen seine Wohnung zu sehen ist, und Bilder eines Jungen mit blutendem Mund zugespielt. Beflügelt von Erinnerungen aus seiner Kindheit, in der er den algerischen Jungen Majid mit falschen Anschuldigungen vom heimischen Hof trieb, reagiert Georges zunehmend aggressiv - zumal ihn eines der Bänder vor die Haustür von Majid führt, der allerdings seine Unschuld beteuert.
Brillant konzipierter und durchgeführter Psychothriller von Michael Haneke, der zunächst die Mittel des Genres benutzt, um dem Zuschauer nach und nach den Boden unter den Füßen wegzuziehen und den Film dann unmissverständlich in eine intelligente Metapher über die maßlose Aggression der Industriestaaten gegen die Dritte Welt, von der man sich bedroht fühlt, münden lässt. In der Hauptrolle brilliert Daniel Auteuil, der seinen Ruf als Publikumsliebling nutzt, um eine durch und durch unsympathische Figur darzustellen.
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