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| Im weißen Anzug und mit gefühlvoller Stimme singt Alain Moreau (Gérard Depardieu) Woche für Woche die alten Chansons. Doch ein Charles Aznavour ist aus ihm nie geworden, stattdessen tritt er auf Tanztees für Senioren und in Provinzdiscos auf... In seinem umjubelten Cannes-Wettbewerbsbeitrag „Chanson d’Amour“ erzählt Xavier Giannoli von der Würde am unteren Ende des Unterhaltungsbetriebs und von der Suche nach Halt und der stets besungenen Liebe. Dabei fängt der Regisseur das Milieu mit exquisiten Bildern und einem genauen Blick für viele amüsante Details ein, während sich der alternde Schlagerhüne und die junge, attraktive Immobilienmaklerin Marion (Cécile de France) mit kleinen Gesten und zurückhaltenden Emotionen langsam annähern. Das funktioniert aber vor allem durch das herausragende Duo Cécile de France und Gérard Depardieu in einer der besten Rollen seiner Karriere. |
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(Quand j'étais chanteur)
Drama; F 2006 - 112 Min.; ab 12; Regie: Xavier Giannoli; Darsteller: Cécile De France (Marion), Gérard Depardieu (Alain Moreau), Mathieu Amalric (Bruno), Christine Citti (Michèle), Patrick Pineau (Daniel), Alain Chanone (Philippe Mariani). www.chansondamour.de www.quandjetaischanteur.com www.imdb.com |
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Als alternder Chansonsänger bricht ein anrührender Gérard Depardieu aus seiner kleinen Welt aus und verliebt sich in eine junge Frau. Eine musikalische und zärtliche Ode an große Gefühle. Es geht hier nicht um Sangeskunst und auch nicht um cineastische Rafinesse. Gérard Depardieu singt selbst Lieder wie "Save the Last Dance for Me". "L'Anamour" oder "Una lacrima sul viso", dabei imitiert er weder Chanson-Ikonen wie Michel Delpech noch Serge Gainsbourg, sondern singt eben so wie ein Show-Master in der Welt der Ballhäuser und Tanzbars. Xavier Giannoli setzt auf stilistische Einfachheit, konzentriert sich auf die Figuren und das, was zwischen ihnen abläuft, die Stimmung des Augenblicks. Alain redet wie ein Wasserfall, das Objekt der Begierde gibt nur wenig von sich preis (Cécile de France mit großer Ausstrahlung). "Chanson d'Amour" ist so richtig schön altmodisch vom Ambiente mit der leicht kitschig wirkenden Ballhausatmosphäre, den optimistischen Bonbonfarben, den manchmal schmalzigen Texten, die ein bisschen Hoffnung und ein bisschen Glück schenken. Eine gelungene Mischung aus leiser Melancholie, zärtlicher Poesie und emotionalem Tremolo. Kein Wunder, dass man beschwingt summend aus dem Kino kommt und sich fest vornimmt, das Leben und die Liebe zu lieben. |
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