(Prime)
Komödie;
USA 2005 - 105 Min.; o.A.;
Regie und Drehbuch: Ben Younger;
Darsteller:
Meryl Streep (Dr. Lisa Metzger),
Uma Thurman (Rafi),
Bryan Greenberg (David),
Jon Abrahams (Morris),
John Rothman, Annie Parisse (Katherine),
Jerry Adler, Doris Belack, Madhur Jaffrey (Rita),
Zak Orth.

www.tobis.de

www.primemovie.net

www.imdb.com

Trailer (deutsch)
Manchmal ist die Liebe doch anders, als man möchte. Zum Beispiel bei der Geschäftsfrau Rafi, 38. Frustriert, weil frisch geschieden, lernt sie überraschend schnell wieder einen Mann kennen. Trotzdem plagen sie Selbstzweifel. Denn David ist 15 Jahre jünger als sie, also praktisch noch ein Kind. Lohnt es sich da überhaupt, in diese Beziehung zu investieren?
Unbedingt, findet Rafis Psychotherapeutin Lisa Metzger: Sie rät ihrer Patientin zu Genuss ohne Reue. Und Rafi blüht auf, erzählt Lisa vom wilden Sex mit David, schildert seinen Penis in den glühendsten Farben. Lisa bereitet diese Offenheit Unbehagen, schließlich ist sie von eher spießigem Naturell - ein Sigmund Freud in Faltenrock und Schluppenbluse, sozusagen. Richtig peinlich wird die Sache jedoch, als Lisa herausfindet, dass es sich bei Rafis potentem Lover um ihren eigenen Sohn handelt.
Was sich wie die meisten Hollywood-Romanzen in den letzten 15 Jahren anlässt, ist in Wahrheit viel mehr. Regisseur Ben Younger ("Risiko - Der schnellste Weg zum Reichtum"), der auch das Drehbuch schrieb, setzt auf unspektakuläre, aber realistische Konflikte: Da vollführt Lisa plötzlich eine kühne Kehrtwende und will Rafi ihren David um jeden Preis ausspannen. Da erkennt Rafi, dass David manchmal doch viel lieber mit seiner Playstation spielt als mit ihr. Und David muss lernen, seinen eigenen Weg zu finden. Verdammt schwierig bei gleich zwei Frauen, die an ihm zerren.
Diese romantische Komödie zum Kichern und Traurigsein hat so schöne, wahre Momente, dass man sie sammeln möchte: etwa wenn die göttliche Meryl Streep, als Lisa, an ihrer Perlenkette fummelnd die ödipale Mama rauslässt. Oder wenn der fantastisch aussehenden Uma Thurman als Rafi ein Blick genügt, um zu zeigen, wie sie wieder an die Liebe zu glauben beginnt. In derlei Romanzen gehen normalerweise selbst die verwickelsten Situationen gut aus. Dieses bittersüße "Couchgeflüster" handelt von Helden, die glaubwürdig reif(er) werden. Da gestaltet sich die Liebe inklusive Happy-End dann doch anders, als man vielleicht möchte.