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| 4 Oscars für Departed - Unter Feinden BESTER FILM BESTE REGIE BESTES ADAPTIERTES DREHBUCH BESTER SCHNITT |
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| 2002 machte die verglichen mit Korea und Japan etwas ins Hintertreffen geratene Hong Konger Filmindustrie mit dem Action-Thriller Infernal Affairs nach längerer Zeit auch international wieder auf sich aufmerksam. Die Geschichte um zwei Männer, die auf jeweils unterschiedlichen Seiten des Gesetzes undercover ermitteln, hätte mit seinen bleihaltigen Shoot-Outs und raffinierten Plot-Wendungen auch einem Altmeister wie John Woo zur Ehre gereicht. Kein Wunder, dass Hollywood auf den Stoff aufmerksam wurde. Niemand Geringeres als Martin Scorsese nahm sich der diffizilen Aufgabe an, ein Remake zu drehen, das neben dem fesselnden, rasanten Original bestehen kann. Nach Ansicht von Departed Unter Feinden lässt sich eigentlich nur eines konstatieren: Scorsese hat die wenigen Schwächen der Vorlage eliminiert ohne deren Stärken zu vernachlässigen. Seine Version ist vitaler, rauer, atmosphärischer kurzum (noch) besser. | ||||||||||||||||||||||||||||
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(The Departed)
Kriminalfilm/Drama; USA 2006 - 155 Min.; ab 16; Regie: Martin Scorsese; Darsteller: Leonardo DiCaprio (Billy), Matt Damon (Colin), Jack Nicholson (Costello), Mark Wahlberg (Dignam), Martin Sheen (Queenan), Ray Winstone (Mr. French), Vera Farmiga (Madolyn), Anthony Anderson (Brown), Alec Baldwin (Ellerby), Kevin Corrigan (Cousin Sean), Badgett Dale (Barrigan), David O'Hara (Fitzy), Mark Rolston (Delahunt), Robert Wahlberg (Lazio (FBI)), Kristen Hocking (Gwen). www.departed.de (incl. dt. Trailer) thedeparted.warnerbros.com www.imdb.com Trailer (english) |
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Mit funkelnder Starbesetzung verlegt Altmeister Martin Scorsese eine auf dem Hongkong-Hit "Infernal Affairs" (2002) basierende vielschichtige Cops & Mobsters-Saga in die "Mean Streets" von Boston und verzeichnet damit ein neues Karrierehoch. Das sich wie ein blutroter Faden durch die Story webende Thema Doppelleben (welches sich nicht nur auf die beiden Protagonisten beschränkt) wird von Scorsese gekonnt mit präzisem Gegenschnitt illustriert. Kleinste Details haben bei der Charakterzeichnung ihre Bedeutung, und auch bei der Songauswahl des stimmigen Soundtracks (die von "Gimme Shelter" der Rolling Stones über Van Morrisons Version von "Comfortably Numb" hin zu Eurhythmics' "Sweet Dreams") wird nichts dem Zufall überlassen. Plötzliche, verstörende Gewalteruptionen gehören ebenso zu Scorseses Markenzeichen wie gelegentlicher Galgenhumor und die authentisch klingenden Dialoge. In dieser Hinsicht glänzt der seine Tendenz zum Overacting weitgehend unter Kontrolle haltende Nicholson, der hier erstmals mit Scorsese zusammenarbeitet. Neu mit von der Partie ist auch Damon, der wie bereits in "Der talentierte Mr. Ripley" perfekt einen eiskalten Kriminellen mit unschuldiger Fassade mimt. Bereits zum dritten Mal steht hingegen DiCaprio für Scorsese vor der Kamera, für die erneut Michael Ballhaus ("GoodFellas", "Gangs of New York") mit typisch eindringlichen Bildern zuständig ist. Der mittlerweile vollkommen erwachsen wirkende "Titanic"-Star etabliert sich mit seiner nuancierten Porträtierung, in der sich Verletzlichkeit, Paranoia, Abgebrühtheit und Cleverness vereinen, endgültig als charismatisches Schwergewicht. Schwere Jungs werden nun mal kaum besser in Szene gesetzt als von Scorsese, der hiermit einen weiteren Klassiker des Genres in der Kerbe hat. |
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