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Sean Penn erzählt in seiner vierten Regiearbeit das auf wahren Begebenheiten beruhende Schicksal des erst 22-jährigen Christopher McCandless. Der zog nach erfolgtem Collegeabschluss aus, das Leben ganz auf sich gestellt in der winterlichen Wildnis Alaskas auf eine harte Probe zu stellen. Penn adaptierte dazu das von Bestseller-Autor Jon Krakauer nachgezeichnete Außenseiterdrama als Mischung aus Abenteuerreise und Selbstfindungsgeschichte. Emile Hirsch überzeugt darin in der Rolle des jungen Aussteigers.
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USA 2007 - 148 Min.; ab 12;
Regie: Sean Penn; Darsteller: Emile Hirsch, Marcia Gay Harden, William Hurt, Vince Vaughn, Brian Dierker, Catherine Keener, Jena Malone, Kristen Stewart, Hal Holbrook, Zach Galifianakis, Robin Mathews. www.intothewild-derfilm.de de.wikipedia.org www.youtube.com www.imdb.com |
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Ein Film wie wenig andere. Sean Penn hat ihn koproduziert und dabei Regie geführt, nachdem er das Projekt jahrelang mit sich herumgetragen hatte. Das gleichnamige Buch von Jon Krakauer hatte ihn fasziniert und natürlich auch das darin beschriebene kurze, nur 22 Jahre zählende Leben des Christopher McCandless. Christopher (Emile Hirsch) lebte mit seinem Vater Walt (William Hurt), einem Raumfahrt-Ingenieur, seiner Mutter Billie (Marcia Gay Harden) und seiner Schwester Carine (Jena Malone), die ihn sehr liebte. Das Verhältnis zu seinen Eltern war eher gespannt. Trotzdem machte er einen gut bürgerlichen College-Abschluss. Doch seine Ideen waren alles andere als bürgerlich. Sein Drang nach der Natur, nach einem Leben ohne Lüge, nach einer Befreiung von allem Zivilisationsmüll und nicht zuletzt nach einer Entfernung von den Eltern, vom Vater vor allem, war so stark, dass er ausbrechen musste. Und das tat er denn auch. Er spendete sein Erspartes einer Hilfsorganisation, zog mit einem Minimum an Gepäck im Rucksack los, trampte durch halb Amerika, traf die verschiedensten und originellsten Leute, lehnte jede ständige Beziehung und Bindung ab, nahm Rückschläge hin und rappelte sich wieder auf, blieb seinen Ideen treu. Autostop, Kanufahrt, gelegentliche Arbeiten für das Nötigste so ging das ein paar Jahre. Dann wollte er, um mit sich abschließend spirituell ins Reine zu kommen, eine letzte, lange, einsame Tour durch das verlassene und winterliche Alaska unternehmen. Aber das Unglück stand schon vor der Tür. Der Film fußt auf den zwei Jahre umfassenden Aufzeichnungen von Christopher sowie auf Krakauers Bericht. Mit dem ausgezeichnet spielenden Emile Hirsch zeigt er ausführlich Christophers (alias Alexander Supertramps) Reisen, seine Begegnungen mit dem Abenteuer-Tramper Rainey (Brian Dierker) und dessen Geliebter (Catherine Keener), dem sympathischen Wayne (Vince Vaughn), der ihm auf einem Mähdrescher Arbeit gibt, der aparten Tracy (Kristen Stewart), die ihn für sich haben möchte, oder dem väterlichen Ratgeber Ron Franz (Hal Holbrook), nicht zu vergessen das bunte Volk der jedem Konformismus fremden Slab City oder den Felsenmaler Leonard Knight. Ein Film, der sich Zeit lässt, der schöne Landschaftsaufnahmen bietet, der allerhand besondere Locations streift, der dem jungen Hauptdarsteller immer und nah auf den Fersen bleibt, der aber vor allem auch das geistige Leben Christophers spürbar macht, der seinen bis zum Ende durchgehaltenen Kampf mit sich selbst zeigt, der den Idealen des jungen Mannes folgt und der in seiner Art konsequent ist bis zur Tragödie. |
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