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Drama;
D 2005 - 97 Min.; ab 12;
Regie: Vanessa Jopp;
Darsteller:
Meret Becker, Fritz Roth, Marek Harloff, Hinnerk Schönemann, Stefanie Stappenbeck, Marie-Luise Schramm, Jana Pallaske, Heidrun Bartholomäus, Bruno Schubert.
www.komm-naeher.de
www.imdb.com
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...die Einsamkeit, der Lebens- und Liebeshunger in der Großstadt. Vanessa Jopp setzt mit Erfolg auf die Improvisation. Ein lebendiger Städterfilm... - Sehenswert.
Tip Berlin
In ihrem neuen Film erzählt Vanessa Jopp von ganz gewöhnlichen Berlinern: hart, realitätsnah - aber mit einer großen Portion Humor. Dank überzeugender Schauspieler wirkt "Komm näher" wie direkt aus dem Leben abgefilmt.
Stern
Unaufdringlich, aber nah: Es gibt Filme, die in die Realität eintauchen, ohne dem Fiktiven sein Recht zu nehmen. Sie machen klassisches Kino, aber mit einer Direktheit, die es im klassischen Kino nicht gibt. Sie betreiben die schwierige Kunst des scheinbar Kunstlosen. Vanessa Jopp hat einen solchen Film gedreht. Einen Großstadtfilm, der in drei Episoden nach dem Wert von Liebe und Freundschaft in der Metropole fragt, nach den Chancen des einzelnen im großen Gemenge. Hektisch, grobkörnig, impulsiv ist „Komm näher” geworden.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
...erzählt von der Liebe in Zeiten sozialer Kälte. Alle Protagonisten sind Suchende in einer Großstadt, die sie weder loslässt noch einbindet.
Wenn es für das junge Kino der Vanessa Jopp überhaupt eine Bezeichnung gibt, dann die des sozialkritischen Liebesdramas. Jopps Filme sind eigentlich melancholisch, krude, dunkel, auch und gerade in ihrer Visualität, und immer sprechen sie zugleich aber von Hoffnung, von Sehnsucht, vom Suchen. Liebe in Zeiten sozialer Kälte. Das ist, ob bei "Engel & Joe" oder nun bei "Komm näher", oft mit Handkamera gedreht und in Blau-Grau-Tönen gehalten. Vanessa Jopp hat mit "Komm näher" ihren bisher reichsten und schönsten und dichtesten Film gedreht.
Bayerischer Rundfunk
Ein elegant verschlungener Beziehungs- und Sehnsuchtsreigen, in dem die Charaktere gemeinsam mit den Schauspielern in Improvisationen, Beobachtungen und Proben erarbeitet wurden. Unaufdringlich und mit angenehmer Leichtigkeit inszeniert.
film-dienst
Im winterlich unwirtlichen Berlin jagt eine Hand voll Menschen dem Glück hinterher. Es ist so kalt und grau, dass die Einsamkeit noch mehr schmerzt als ohnehin schon. Trotz der Sehnsucht nach Nähe und der intensiven Bemühung, über den eigenen Schatten zu springen, stehen sich die Protagonisten/innen mit ihren Ängsten und Marotten selbst im Weg: So offensiv die impulsive Mathilda sexuell bei den Jungs zur Sache kommt, so verkrampft reagiert sie, wenn's um Liebe geht. Ihre ehrgeizige Schwester Ali setzt ihre Beziehung in den Sand, weil sie bei dem Versuch, Muttersein und Karriere perfekt unter einen Hut zu bringen, ihren Mann völlig vernachlässigt. Die Putzfrau Johanna und der Taxifahrer Andi, beide gut jenseits der vierzig, dümpeln ohne große Hoffnung auf Änderung ihres Singlestatus dahin. Über eine Kontaktanzeige lernen sie sich dann kennen. Doch leider verguckt sich auch Johannas pubertierende Tochter Mandy in Andi ...
Die Figuren in „Komm näher“ wirken wie vom Leben ausgeschlossen. Gemeinsam ist ihnen eine gewisse Ungeschicktheit in der Liebe: Sie alle sind so verloren in der Unübersichtlichkeit und Anonymität der Großstadt, dass sie ihr Glück nicht fassen oder annehmen können, selbst wenn es direkt vor ihnen steht. Glücklicherweise ist Jopps Film nicht annähernd so deprimierend, wie es scheinen mag: Der Unterton ist meist heiter und ungezwungen, die Filmemacherin begleitet das Hin und Her in den drei lose miteinander verknüpften Anti-Lovestories mit einem Augenzwinkern quasi die, wenn auch nicht ganz so hinreißende, Wintervariante von „Sommer vorm Balkon“.
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