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Ein Psychothriller mit subtiler Spannung und schwarzem Humor. Ein Psychothriller..., ein schleichender Albtraum, zum Gruseln schön! Virtuos jongliert das subversive Ehedrama mit Krimi-, Thriller- und Horror-Elementen und erzählt vom Einbruch (selbst-)zerstörerischer Elemente in eine bürgerliche Existenz. Voller psychologischer Finessen, oszilliert der Film zwischen Realität, Wunsch- und Albtraum und bringt seine Wirkung dank des virtuosen Zusammenspiels der Darsteller zur Entfaltung. - Sehenswert. Dominik Moll begibt sich in 'Lemming', Eröffnungsfilm des Festivals in Cannes 2005, mit einem surrealen Thriller mitten in die Albtraumwelten eines David Lynch. Faszinierend. Ein subtiler Psychothriller, angesiedelt zwischen Chabrol und Hitchkock. ...eine Bereicherung des französischen Kinos. |
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Thriller; Deutschland/Frankreich 2005 - 129 Min.; ab 12; Regie: Dominik Moll;
Darsteller: Charlotte Rampling, Charlotte Gainsbourg, André Dussollier, Laurent Lucas, Michel Cassagne, Jacques Bonnaffé, Véronique Affholder, Michel Cassagne, Florence Desille. |
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Im französischen Psychothriller von Dominik Moll wird ein junges Ehepaar (Charlotte Gainsbourg, Laurent Lucas) mit dem Selbsthass eines älteren Ehepaars (Charlotte Rampling, André Dussollier) konfrontiert und verliert zunehmend das Vertrauen in die eigene Zweisamkeit. Trotz der durchschaubaren Konstruktion eine spannende Reise in seelische Abgründe mit einem überzeugenden DarstellerInnenquartett.
Lemminge sind Wühlmäuse, die eigentlich in Skandinavien leben. Als der Ingenieur Alain Getty (Laurent Lucas) in seinem Haus in Südfrankreich, das er zusammen mit seiner Frau Bénédicte (Charlotte Gainsbourg) bewohnt, beim Öffnen des Siphons unter dem Abspülbecken in der Küche ein solches kleines Nagetier als Ursache der verstopften Leitung entdeckt, ist er natürlich überrascht. Überhaupt wird der junge Mann, der Berufliches und Privates bisher so gut unter Kontrolle hatte, seit einigen Tagen von seltsamen Ereignissen geradezu überrollt: Bei einem Abendessen mit seinem Chef Richard Pollock (André Dussollier) und dessen geheimnisvoller Frau Alice (Charlotte Rampling) stellt jene den ihr verhassten Gatten bloss. Kurz darauf nimmt sich Alice das Leben. Bénédicte zieht sich nach diesem Ereignis von ihren eigenen Mann zurück und geht ein Verhältnis mit Richard ein. Und der Ingenieur weiss nicht mehr, was er tun soll. „Lemming“ heisst anspielungsreich der neue französische Psychothriller von Dominik Moll, dessen Handlungsgewebe ähnlich geknüpft ist wie in „Harry, un ami qui vous veut du bien“, dem vorangegangenen Film des Regisseurs. Wiederum mischt sich jemand - in diesem Fall das Ehepaar Pollock - in die Verhältnisse eines offenbar sorglosen und glücklichen Paares ein, um dessen traute Zweisamkeit zu zerstören. Die etwas aufdringlich wirkende Lemming-Metaphorik akzentuiert dabei wohl den Zwischenraum zwischen Realem und Irrationalem, in dem sich die Figuren zu verlieren scheinen. Obwohl die psychologische Konstruktion der Geschichte bald einmal offen liegt, folgt man - nicht zuletzt dank dem sehr guten DarstellerInnenquartett - den immer unheimlicher werdenden Etappen des sorgfältig inszenierten Dramas mit einiger Spannung. |
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