Pressestimmen:

Brigitte 02/08
"Ein Film zum Mitfühlen und Mitsingen."


Prinz 02/08
„Geschichten über Paare in Liebesnöten sind so alt wie Sex, aber unschlagbar, wenn witzig-emotional erzählt und charmant gespielt. So wie in diesem zauberhaften Unikum.“
Fazit: „An diese deutsche Lovestory, französisch leicht und kauzig britisch, möchte man viele Oden singen!“


Zitty 03/08
"Der erste deutsche Höhepunkt des Kinojahres ist diese herzerweichende Komödie um drei Berliner Pärchen. (...) sehr charmant. Macht Lust auf ganz viel mehr."

Als von Dreikäsehochs gnadenlos gepiesackte Grundschullehrerin geht Anna (Alexandra Neldel) nervlich auf dem Zahnfleisch. Eines Tages wollen ihre Freunde Valerie (Inga Busch) und Moritz (Gode Benedix) ihrem Schicksal etwas auf die Sprünge helfen und verkuppeln sie mit dem erfolglosen Schauspieler Thilo (Jan Henrik Stahlberg), der sich mit einem McJob über Wasser hält. Ergebnis: Anna erhält einen Nervenzusammenbruch, Thilo ist über beide Ohren in sie verliebt. Womit die Probleme anfangen. In Martin Walz' "melodischer Liebeskomödie" gibt das Ensemble um Alexandra Neldel nicht nur Gefühle zum besten, sondern intoniert sie auch mit Gesang und zwar von deutschen Rockgrößen wie Udo Lindenberg, Rio Reiser oder Element of Crime.
D 2007 - 96 Min.; ab 12;
Regie: Martin Walz;
Darsteller:
Alexandra Neldel, Jan Hendrik Stahlberg, Gode Benedix, Inga Busch, Gedeon Burkhard, Jana Pallaske, Günther Maria Halmer, Veronika Nowak-Jones.

www.maerzmelodie.de

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Anna ist unglücklich als Lehrerin, Thilo wartet vergeblich auf eine Schauspielrolle und schämt sich für seinen Job als Weinverkäufer. Ihre Freunde Valerie und Moritz bringen Anna und den von seiner Freundin Katja verlassenen Thilo zusammen. Thilo verliebt sich auch beim ersten Date, doch bald darauf vergisst er Anna versehentlich in einer Kneipe. Bevor die Liebe ihre zweite Chance bekommt, müssen die beiden ihr Leben neu ordnen. Und auch Thilos Kumpel Moritz und Florian haben so ihre Probleme mit dem Privatleben.

„Märzmelodie“ ist ein eher unscheinbarer kleiner Film über drei Paare in Berlin, in dem es eine schillernde Besonderheit gibt: Die Personen fangen dann und wann ohne Vorankündigung zu singen an, meistens nur einen Satz oder zwei, und dann geht die Handlung weiter. Die Original-Liedzeilen stammen querbeet aus der Welt des deutschen Schlagers, von Zarah Leander, Rio Reiser, Udo Lindenberg, Nena, Marius M. Westernhagen und vielen anderen.

Regisseur Martin Walz, der auch Co-Autor des Drehbuchs ist, legt seinen Schauspielern die Lieder immer dann in den Mund, wenn sie starke Gefühle ausdrücken sollen, für die Worte in der Handlung nicht ausreichen. Zum Beispiel rezitiert Anna im Gespräch mit einer Kollegin an der Schule plötzlich: „Als ich jünger war ...“ Oder sie singt verlassen in der Kneipe, und ein spontaner Männerchor am Tresen fällt ein: „Trink, trink, trink!“ Das Ganze wirkt lustig und macht neugierig auf den Fortgang der Geschichte.

Diese Experimentierfreude wird im Laufe des Films noch variiert, mal singen Passanten, mal hüpft der verliebte Thilo nach Art von „Singing in the Rain“. Das Vergnügen wird entscheidend davon gespeist, dass die Liedzeilen nicht immer kommen, wenn man mit ihnen rechnet, und dass sie, so unvermittelt, wie sie einsetzen, auch wieder zu Ende sind.

Der zweite Pluspunkt von „Märzmelodie“ ist die Ernsthaftigkeit und Authentizität der Figurendarstellung. Es gibt einige echte Typen, wie den Aufreißer Florian, gespielt von Gedeon Burkhard, oder den übermüdeten Schichtarbeiter Moritz, gespielt von einem zerzausten Gode Benedix. Die meisten Figuren sind meilenweit entfernt vom Schicki-Micki-Milieu, und die Gesprächsszenen von Thilo mit seinen beiden ungleichen Kumpels in der Kneipe, oder die Beziehungskrisen von Valerie und Moritz, von Florian und Katja, die Trennungsszene von Thilo und Katja, sind alle angenehm realitätsnah, mit Zwischentönen versetzt und unprätentiös.

Thilo, gespielt von Jan Henrik Stahlberg, ist ein Dauerträumer, dessen in die Ferne schweifendes Lächeln jedoch bald irritiert. Auch leidet die Handlung unter einigen Spannungsflauten, bevor sich Thilo aufrafft, ein besserer Weinverkäufer im Callcenter zu werden und die Schauspielerei zu vergessen. Auch diese Idee ist originell: gleich mehrere der Hauptfiguren sich von der beruflichen Karriere verabschieden zu lassen, anstatt sie zwecks Happy-End darin vorwärts zu treiben.