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3 Oscars für Pans Labyrinth
BESTE KAMERA BESTES MAKEUP BESTE AUSSTATTUNG |
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Der Film erzählt die Geschichte der kleinen Ofelia, die mit ihrer hochschwangeren Mutter zum Stiefvater in eine ländliche Gegend Nordspaniens zieht. Der Stiefvater hat dort den Auftrag übernommen, im Jahr 1944, kurz nach General Francos Sieg, die republikanischen Rebellen zu bekämpfen. Seine Brutalität, Unberechenbarkeit und das schwere Verhältnis zu ihm lassen Ofelia in eine geheimnisvolle Fantasiewelt flüchten, welche von wundersamen, schaurigen und mythischen Fabelwesen bevölkert ist.
Die Welt Online schwärmt von Guillermo del Toros Film, es sei ein „ein Kinowunder. (...) Scheinbar mühelos kombiniert er die sonst säuberlich voneinander getrennten Genres Fantasy, Horrorfilm und Historiendrama, lässt die Erzählstränge erst lose nebeneinander herlaufen, setzt sie in Beziehung, spiegelt sie bald ineinander, um sie dann zum Schluss kühn zu verknüpfen.“ Beeindruckend sei auch das Design. „Auch die Farbabstimmung, die Kamerafahrten und das Licht und die Kulissen sind bis ins Detail ausgetüftelt. Deshalb gibt es auch praktisch keine natürliche Szenerie in dem gesamten Film.“ Dabei wirke der Film nie überladen. |
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(El Laberinto del Fauno)
Gothic/Fantasy; Mexiko / Spanien / USA 2006 - 114 Min.; ab 16; Regie: Guillermo del Toro; Darsteller: Ivana Baquero, Doug Jones, Sergi López, Ariadna Gil, Maribel Verdú, Álex Angulo, Roger Casamajor, Sebastián Haro. www.panslabyrinth-film.de (incl. dt. Trailer) www.imdb.com Trailer (english) |
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Spanien, 1944. Nach dem Ende des Bürgerkriegs fährt die schwangere Witwe Carmen (Ariadna Gil) gemeinsam mit ihrer verträumten Tochter Ofelia (Ivana Baquero) zu ihrem neuen Mann, dem autoritären Capitán Vidal (Sergi López), aufs Land. Dort jagt der kaltherzige Militär gnadenlos die letzten Widerstandskämpfer, die sich in den Wäldern verschanzt haben. Eingeschüchtert von der kinderfeindlichen Atmosphäre ihres neuen Zuhauses erkundet Ofelia eines Tages die Umgebung und entdeckt ein steinernes Labyrinth, an dessen Ende sie die Bekanntschaft einer seltsamen Kreatur macht: des Fauns Pan (Doug Jones). Dieser erzählt ihr eine Sage von der Prinzessin der Unterwelt, die einst die Welt der Menschen betrat und nie mehr zurückkehrte bis heute. Denn Pan glaubt, in Ofelia die Reinkarnation der verschollenen Königstochter gefunden zu haben. Und um dies zu beweisen, soll das kleine Mädchen drei Prüfungen bestehen. Doch als sie sich der ersten Aufgabe stellt, beginnen die Gräuel der Militärdiktatur, ihre ersten Schatten auf Ofelias magische Bestimmung zu werfen. In der Tradition seines Schauerfilms „The Devil’s Backbone“ gelingt Regisseur Guillermo del Toro in seinem neuesten Film ganz ohne naive Mythenverklärung à la „Die Chroniken von Narnia“ einmal mehr der Spagat zwischen poetischer Fabel und ernüchterndem Historiendrama. Dabei stellt er der Traumwelt Ofelias die erschreckende Nachkriegsrealität der Franco-Ära entgegen personifiziert durch den diabolischen Provinzschlächter Vidal alias Sergi López, dessen kaltblütige Performance selbst die von Ralph Fiennes als Nazi-Kommandant Amon Goeth in „Schindlers Liste“ noch übertrumpft. „Faschismus ist die absolute Perversion der Unschuld und der Kindheit“, sagte Guillermo del Toro kürzlich in einem Interview. Und eben diese Grausamkeit des Franco-Regimes kleidet der schwergewichtige Mexikaner in mitunter recht drastische Bilder, die selbst die Monsterattacken in Ofelias Traumwelt wie harmlose Gutenachtgeschichten erscheinen lassen. Etwa wenn Vidal während eines Verhörs einem mutmaßlichen Widerstandskämpfer mit dem Boden einer Wasserflasche das Gesicht zerschmettert ehe er ihn erschießt. Zugunsten der Authentizität seiner Story verzichtete Guillermo del Toro auf ausufernde CGI-Spielereien. Stattdessen bedachte er seinen Freund Doug Jones, den fischigen Besserwisser Abe Sapien aus „Hellboy“, mit einer Doppelrolle und steckte ihn in das Kostüm des glatthäutigen Menschenfressers und das des Fauns Pan. Allein die umherfliegenden Feen und Teile der Unterwelt entstanden am Computer. Inmitten dieser mal schwermütigen, mal hoffnungsstiftenden Szenerie allerdings wirkt die 12-jährige Hauptdarstellerin Ivana Baquero etwas hölzern und verloren. Doch die surreale Kraft von del Toros Bildern kompensiert derartige Schwächen. Mit „Pans Labyrinth“ hat Guillermo del Toro sein persönlich es Meisterwerk inszeniert. Ein nachdenklicher und bewegender Film über den Sieg der Unschuld über die Tyrannei. |
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