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Die neunjährige Iranerin Marjane muss miterleben, wie die Fundamentalisten während der Islamischen Revolution die Kontrolle über ihr Land übernehmen. Unterdrückung und Gewalt sind an der Tagesordnung. Aus Sorge um das Wohlbefinden der rebellischen Tochter schicken ihre Eltern Marjane im Alter von 14 Jahren auf eine Schule in Österreich, wo sie wie eine Aussätzige behandelt wird. Trotz der Gefahren kehrt Marjane in den Iran zurück, heiratet dort und gründet eine Familie. Erst mit 24 erkennt sie, dass sie nicht in dem Land leben kann, das sie liebt, und flieht nach Frankreich. Basierend auf der kontroversen Autobiografie von Marjane Satrapi realisierte Vincent Paronnaud mithilfe von Satrapi diesen Aufsehen erregenden Zeichentrickfilm, der zwar weitgehend in den 80er-Jahren spielt, angesichts der aktuellen politischen Lage aber kaum brisanter sein könnte.
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Drama/Zeichentrick;
Prädikat: besonders wertvoll; USA/F 2007 96 Min.; ab 12; Regie: Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud; Darsteller: (Stimmen) Jasmin Tabatabai, Nadja Tiller, Hanns Zischler, Eva Kryll, Marcus Off. www.myspace.com/persepolis_derfilm www.imdb.com |
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Im Dezember ist ein Film ganz besonders für Schulklassen geeignet: Persepolis.
Hier die Kurzkritik der Filmbewertungsstelle Wiesbaden: Die letzten 20 Jahre des Iran aus der Sicht eines Mädchens, in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet, von der FBW-Jury völlig einstimmig mit "Besonders wertvoll" und mit Stern, für manche Jurymitglieder gar mit soviel Sternen wie der Wüstenhimmel über Persepolis. Ein wunderschöner, tief anrührender, subtiler und fesselnder Film, auch ästhetisch ein Erlebnis, der viele Zuschauer begeistern wird. Zudem wie kaum ein anderer Film in diesem Jahr als Empfehlung (und Muss) für Schulklassen geeignet. Zu sehr günstigen Konditionen lassen sich unter der Nummer 0941/791974 oder 0941/57586 Vorstellungen reservieren. FILMBEWERTUNGSSTELLE WIESBADEN: Basierend auf der als Comic erschienenen Autobiographie der Iranerin Marjane Satrapi wird das Schicksal eines Volkes, einer Familie, eines jungen Mädchens in - im wahrsten Sinne des Wortes bewegten und bewegenden - Bildern dokumentiert. Die junge Marjane, die in einem wohl behüteten persischen Elternhaus aufwächst, dessen männliche Mitglieder sich alle politisch engagieren, erlebt hautnah den Umbruch ihres Landes in der Endzeit der Schah-Regierung und unter den Mullahs mit. Ihre Eltern schicken sie, um sie vor den Auswirkungen des Iran-Irak-Krieges zu schützen, nach Wien. Doch dort bleibt Marjane eine Fremde, die fast an diesem Fremdsein zerbricht. Denn: „Im Iran kann man nichts sagen, im Westen hört keiner hin.“ Doch auch zurück in ihrer Heimat ist ihr das Leben längst fremd geworden. Unterdrückung und Angst regieren die Menschen, und die zaghaften Versuche der Studenten, sich durch so harmlose Dinge wie Schminken und Tanzen gegen das Regime aufzulehnen, enden im Chaos. Der Film schildert dieses Überleben in Zeiten des Krieges und der Diktatur stringent und ohne pathetische Schnörkel. Viele Themen werden nur angedeutet das Schicksal der Gefangenen, die Unterdrückung der Frauen, die Geschichte von Marjanes Familie. Aber auch ohne große Worte und allzu viele Bilder wird die Tragik dieses Volkes deutlich. Marjane erkennt, dass ihre Großmutter - eine weise, emanzipierte Frau - ihr den besten Rat gegeben hat, als sie sagte: „Bleibe dir selbst treu.“ Das kann man auch für den Stil und die Machart von „Persepolis“ sagen. Der Film bleibt von der ersten bis zur letzten Szene ein faszinierendes Erlebnis, wozu auch die hervorragende Musik und die karge Strenge von Licht und Schatten entscheidend beitragen. Der Film wird so zu einem großen, bewegenden Erlebnis. |
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