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Ein fantastisch-bunter, unterhaltsamer und intelligenter Film. Ein echtes Erlebnis.
Cinefacts.de Seelen-Spezialist Gondry entführt mit dieser Komödie einmal mehr in die unglaubliche Welt des Unbewussten. Ein detailverliebtes Fest für die Augen, in dem sich Realität und Vision zunehmend überlappen. |
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(La Science des rêves)
Drama; F 2006 - 105 Min.; ab 12; Regie und Drehbuch: Michel Gondry Darsteller: Gael García Bernal (Stéphane Miroux), Charlotte Gainsbourg (Stéphanie), Alain Chabat (Guy), Miou-Miou (Christine Miroux), Emma de Caunes (Zoé), Aurélia Petit (Martine), Sacha Bourdo (Serge). www.lasciencedesreves-lefilm.com www.imdb.com Trailer (english) |
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Sympathisch verwirrt landet der schüchterne Zeichner Stéphane (Gael Garcia Bernal) auf dem Planeten Paris. Aus Mexiko lockte ihn nach dem Tod des Vaters ein von der Mutter arrangierter Job, der sich als stupide Praktikanten-Tretmühle erweist. Doch Stéphane ist behütet durch seine Inka-Mütze und flüchtet sich - nicht nur nachts - in niedliche Träumereien. Er inszeniert in seinem Unterbewussten mit Pappkarton-Kulissen "Stéphane TV", eine Art "Being Stéphane", fantasiert sich aztekische Pyramiden nach Paris oder philosophiert mit "Aristurtle", einer klugen Schildkröte. Gegen einige, durchaus verständliche Widerstände realisiert er - ganz real - statt der Porno-Aufhänger seinen makabren Katastrophen-Kalender. Als die reizende Nachbarin Stéphanie (Charlotte Gainsbourg) leise Interesse zeigt, aber den schönen Schüchternen erst mal mit der Freundin verkuppeln will, verliert sich Stéphane völlig zwischen einem romantischen Paris und seinen Traumwelten. Die Träume von Stéphane und Stéphanie verschränken sich mit der Realität und miteinander. Da weiß ein berauscht Verliebter nicht, ob er den Liebesbrief wirklich halbnackt wieder unter der Tür der Verehrten herausgefischt hat. Zwischendurch erfindet er eine 1-Sekunde-Zeitmaschine! Wieso ist da vorher noch keiner drauf gekommen? Von Michel Gondry darf man überbordende Fantasie erwarten, besonders wenn sein Alter Ego ein seelenverwandter kreativer Geist ist. Doch "Science of Sleep" ist anders, verspielter als Gondrys frühere Regiearbeiten "Human Nature" und "Vergiss mein nicht!". Denn diesmal war Charlie Kaufman ("Adaption") nicht als Drehbuchautor dabei, was für eine leichtere verspielte Stimmung sorgt. Und endloses Vergnügen! Die Freuden-Skala dieser traumhaften romantischen Komödie reicht von tiefem Seelen-Schmunzeln bis zum herzlich lauten Lachen. Mal skurril wie "I love Huckabees", mal sanft wie ein Truffaut-Film. Dabei baut der Regisseur trendsettender Music-Videos Gondry (für White Stripes oder Massive Attack) ganz und sehr sympathisch auf altmodische Animationen wie dereinst in tschechoslowakischen Trickfilmen - im Gegensatz zum volldigitalen "Vergiss mein nicht". Der Film übernimmt so den Stil seiner Protagonisten. Und vereint sich kongenial mit dem verschmitzten (Gael Garcia Bernal) oder spröden (Charlotte Gainsbourg) Charme seine Darsteller. Nach den Kopffilmen mit Kaufman also diesmal ein Augenschmaus, ein Seelenspaß und ein herzlich traumhafter Film, an dem selbst die härtesten Mainstream-Schwimmer Vergnügen finden werden. |
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