Bauer sucht Frau! Und findet neben einer neuen Arbeitskraft für seinen Hof sein ganz persönliches Glück. Nahezu 5 Millionen Zuschauer sahen diesen charmant erzählten, wunderbar warmherzigen, witzigen und liebevoll augenzwinkernden Film von Isabelle Mergault in Frankreich. Somit liegt hier ein eher seltenes Beispiel dafür vor, dass die Quantität der Zuschauer der Qualität des Films entspricht.
Eine hinreißende französische Liebeskomödie... faszinierend!
NDR Kulturjournal

Ein liebevolles Stück Feel-Good-Kino.
Der Spiegel

Vier Millionen Franzosen fühlten sich von dieser Bauer-sucht-Frau-Komödie bestens unterhalten. Ich auch.
(Sabine Groß, BRIGITTE)

Ein gefühlvolles Drama mit französischem Flair und genau dem richtigen Mix aus lustigen und ernsten Szenen... Zwar blitzt hier und da ein Klischee auf. Doch alles in allem stimmt diese munter inszenierte Landliebe einfach nur fröhlich.
Cinema

Isabelle Mergault stellt keine sozialkritische Betrachtung über Frauenkauf an, sondern erzählt ein Märchen mit Happy End. In der von Melancholie durchwehten Komödie mit deftigem Humor, Kitsch und Klischee darf gelacht werden.
Blickpunkt:Film

(Je vous trouve très beau)
Komödie;
F 2006 - 97 Min.; ab 6;
Regie: Isabelle Mergault;
Darsteller:
Michel Blanc, Medeea Marinescu, Wladimir Yordanoff, Benoît Turjman, Eva Darlan, Elisabeth Commelin, Valérie Bonneton.


Homepage (incl. dt. Trailer)

www.imdb.com

Bauer Aymé hat seine Frau verloren. Ein Kurzschluss in der Melkmaschine, macht ihn urplötzlich zum Witwer. Ein Verlust, den er emotional gut wegsteckt, der sich aber unmittelbar in der alltäglich anfallenden Arbeit niederschlägt. Von einem auf den nächsten Tag, muss er nicht nur weiterhin das Feld bestellen, sondern auch noch ganz nebenbei das Vieh versorgen, seine Wäsche waschen, einkaufen und sich selbst bekochen. Ein Zustand, der so nicht lange gut gehen kann. Kurz entschlossen wendet er sich an eine Heiratsvermittlung, die ihm helfen soll, die entstandene Lücke auf seinem Hof wieder zu schließen.

Gemeinsam mit der Vermittlerin, fliegt Aymé auf Brautschau nach Rumänien. Hier warten bereits jede Menge Kandidatinnen, die ebenso wie der mürrische Bauer nicht gerade auf der Suche nach der großen Liebe sind. Sie wittern lediglich eine Chance, ihren einfachen Verhältnissen zu entfliehen und in der Ferne ein besseres Leben zu führen. Doch die wenigsten von ihnen scheinen für das Landleben geeignet. Lediglich Elena macht den Anschein, als könne sie als Arbeitskraft auf dem Bauernhof bestehen. Und so wird noch am selben Abend der Entschluss gefasst, gemeinsam nach Frankreich zurückzureisen, um es miteinander zu versuchen. Ein Entschluss, der das Leben Beider maßgeblich verändern wird. Ein Entschluss, der theoretisch schnell gefällt ist, sich in der Praxis jedoch als umso schwieriger gestaltet.

Können sich 5 Millionen französische Kinobesucher irren? Denn annährend so viele sahen den Film im Produktionsland. Die Antwort ist: Ja, sie können. Und: Nein, sie tun es nicht. Denn wenngleich die Anzahl der Zuschauer erfahrungsgemäß nur ein sehr schwacher Indikator für die Qualität eines Kinofilms darstellt, ist sie hier doch zutreffend. „Sie sind ein schöner Mann!“ ist ein schöner Film! Ohne viel Firlefanz konzentriert sich die Geschichte auf die Entwicklung seiner Protagonisten. Die charmante Erzählweise, die anheimelnden Bilder ländlicher Idylle sowie ein herrlich aufspielender Michel Blanc in der Rolle des Bauern Aymé Pigrenet, machen ihn zu einem Film, der in kalten Tagen das Herz zu wärmen vermag.

Lediglich der Beginn des Films und mit ihm die Vorgeschichte der eigentlichen Handlung, holpert ein wenig über die Leinwand. Der doch sehr nebensächliche Tod der Bauersfrau und der allzu schnelle Entschluss des Witwers sich neu zu binden, machen die Entwicklung der Geschichte zwar deutlicher, den anfänglichen Erzählrhythmus jedoch unnötig sprunghaft. Erst als er sein eigentliches Ziel erreicht und die Geschichte zweier gegensätzlicher Charaktere erzählt, läuft der Film wie eine gut geölte Melkmaschine. Einzig die deutsche Synchronisation könnte dem Filmvergnügen noch schaden, da nicht zuletzt die Sprachbarriere zwischen dem französischen Bauern und den rumänischen Heiratskandidatinnen für heitere Situationskomik sorgt.