Amerika wird bedroht - von innen! Eine Terror-Organisation um den genialen Greg plant, die Infrastruktur des Landes lahmzulegen, indem sämtliche Computerverbindungen abgeschaltet werden. Weil alle anderen Hilfsmittel versagen, ist es wieder einmal an John McClane, in die Bresche zu springen. Unterstützt von dem jungen Hacker Matt nimmt er den Kampf gegen die Terroristen auf, mit seinen ganz eigenen Old-School-Methoden. Zwölf Jahre nach seinem letzten Einsatz als John McClane schlüpft Bruce Willis erneut in seine Paraderolle, die ihn 1988 zum Superstar machte. Ganz zeitgemäß geht es in der um ein Maximum an Wumms bemühten Inszenierung von Len Wiseman ("Underworld") um Internet-Terrorismus, dem Willis mit halsstarrigen Old-School-Methoden den Kampf ansagt. Kaskaden zerstörter Autos und eine Reihe cooler Sprüche sind das höchst vergnügliche Ergebnis.
(Live Free or Die Hard)
Actionkomödie
USA 2007; 129 Min.; ab 16;
Regie: Len Wiseman;
Darsteller:
Bruce Willis, Justin Long, Timothy Olyphant, Cliff Curtis, Maggie Q, Mary Elizabeth Winstead, Jeffrey Wright, Jonathan Sadowski.

www.stirblangsam4-derfilm.de (incl. dt. Trailer)

www.imdb.com

Trailer (english)

Der Cop ist der Alte, aber das Bedrohungsszenario ist neu. Musste John McClane bei seinen nicht immer ganz freiwilligen Einsätzen bislang ein Hochhaus, einen Flughafen und zuletzt immerhin New York retten, stehen im vierten Teil der bahnbrechenden Actionreihe, die Willis einst zum Superstar machte und den modernen Actionfilm, wie wir ihn heute kennen, begründete, nun die ganzen Vereinigten Staaten und mit ihr Demokratie und Freiheit auf dem Spiel. Ein Cyberterrorist legt diesmal mit kühlem Kalkül und ausgeklügeltem Plan per Knopfdruck eine ganze Nation auf Eis. Und hat dabei natürlich nicht damit gerechnet, dass er es mit John McClane zu tun bekommen könnte, für den der Routineauftrag, einen jungen Hacker zur Befragung zum FBI zu bringen, alsbald zum Abenteuer seines Lebens wird. Weil er - ganz old school - nichts auf technische Mätzchen gibt, sondern auf Muskeln, lässige Ansagen, Blut, Schweiß, Tränen und ein bisschen Classic Rock (Creedence Clearwater Revivals Anti-Vietnamkrieg-Hymne "Fortunate Son"!) setzt, ist er der Einzige, der die kaltblütige Operation des von "Deadwood"-Star Timothy Olyphant gespielten Masterminds stoppen kann. Während sich um den Helden also die Autoberge, ein Meer von Scherben und Leichen seiner Widersacher türmen, kann er auf die Hilfe des von Justin Long mit Enthusiasmus gespielten Hackers, Kevin Smith als Computergenie Warlock und schließlich auch seiner Tochter, die - ganz die Mama - lieber "Gennaro" als "McClane" genannt werden will, vertrauen. Gerade in der ersten Stunde ist "Stirb langsam 4.0" an Intensität kaum zu überbieten. Um die Action immer weiter steigern zu können zu einem regelrechten Inferno mit einstürzenden Brücken und Nahkampf zwischen Stealth-Bomber und McClane auf dem Dach eines Lkw, lässt Regisseur Len Wiseman ("Underworld") in der zweiten Hälfte jeglichen Anflug von Realismus, Logik und auch die alte Actionschule weit hinter sich, bis die mit Zitaten und Verweisen auf die bisherigen "Die Hard"-Filme prall gefüllte Materialschlacht vor allem einer Fortführung von "True Lies" ähnelt: Dass John McClane hier mit rasiertem Charakterschädel eher eine ikonische Funktion ausübt, als sich wie ein Mensch aus Fleisch und Blut anzufühlen, verstärkt den Eindruck der Verfilmung eines Comics - auch wenn es diesen Comic gar nicht gibt. Damit opfern die Produzenten den Charme und die Glaubwürdigkeit der ersten Filme, stellen aber sicher, dass der erste "Stirb langsam" des neuen Jahrtausends es mühelos mit den anderen Big-Budget-Kolossen der Saison aufnehmen kann. Mit einem entscheidenden Unterschied: Bruce Willis hat die besseren Sprüche auf Lager.