Drama/Thriller;
USA 2005 - 128 Min.; ab 12;
Regie: Steve Gaghan;
Darsteller:
George Clooney (Robert Baer),
Matt Damon (Bryan Woodman),
Jeffrey Wright (Bennett Holiday),
Amanda Peet (Julie Woodman),
Chris Cooper (Jimmy Pope),
Max Minghella (Robby Baer),
William Hurt,
Christopher Plummer (Dean Whiting),
Christopher McDonald,
Greta Scacchi, Michelle Monaghan (Mary-Ann).

www.syriana-derfilm.de

syrianamovie.warnerbros.com

www.imdb.com

Trailer (deutsch)

Trailer (english)
In parallelen Erzählsträngen verknüpft Autor und Regisseur Stephen Gaghan in „Syriana“ das Schicksal verschiedener Figuren, die alle in ein Netz von Intrigen und Korruption im weltweiten Ölgeschäft verstrickt sind. George Clooney, Matt Damon und Jeffrey Wright spielen die Hauptrollen in diesem hervorragend besetzten und raffiniert erzählten Politthriller.
Der exzellent agierende George Clooney spielt Bob Barnes, einen Nahost-Experten der CIA, der skrupellos im Glauben das Richtige zu tun seinem Land gedient hat und nicht ahnt, dass er nur eine Schachfigur in einem Spiel um Geld und Macht ist. Das Vorbild für George Clooneys Figur ist der frühere CIA-Agent Robert Baer, dessen Buch „Der Niedergang der CIA“ als Basis für Stephen Gaghans komplexes Drehbuch diente. Die Handlung von „Syriana“ ist durch die vier Erzählstränge, die der Film verfolgt und erst nach und nach verknüpft, schwer zu beschreiben. So ist George Clooney, der sich für die Rolle bereit erklärte 30 Pfund zuzunehmen und sich einen Bart wachsen zu lassen und für seine Leistung mit einem Oscar geehrt wurde, in diesem außergewöhnlichem und von Kameramann Robert Elswit („Good Night and Good Luck“ / „Magnolia“) meisterhaft mit der Handkamera fotografiertem Film nur eine der Hauptfiguren. „Syriana“ ist ein Ensemblefilm und so brilliert Jeffrey Wright als Anwalt Bennet Miller, der das Übernahmeverfahren zweier Ölfirmen untersuchen soll, ebenso wie Matt Damon als ehrgeiziger Energie-Experten Bryan Woodman, der den reformwilligen von Alexander Siddig verkörperten Prinz Nassir in Wirtschaftsfragen berät.
„Wir leben in einer komplizierten und schwierigen Zeit, und auf diese Komplexität möchte ich in ‚Syriana’ aus dem Bauch heraus reagieren, eine Erzählform dafür finden.“, sagt Stephen Gaghan, der mit dem Oscar für sein Drehbuch „Traffic – Macht des Kartells“ ausgezeichnet wurde. So gibt es in „Syriana“ weder klar definierte Schurken noch Helden. „Die Figuren sind nicht im Sinne des üblichen Spannungsbogens konstruiert, ihre Geschichten münden nicht in nette kleine Lektionen fürs Leben.“ (Gaghan) Die Handlung präsentiert stattdessen unterschiedliche Perspektiven, ohne jedoch eine dieser Ansichten als die Wahrheit zu favorisieren. Nur nach und nach erschließen sich dem Zuschauer die Verbindungen der zunächst unabhängig voneinander erscheinenden Erzählstränge des Films, der auf eine erklärende Exposition und eine lineare Erzählung verzichtet. „Syriana“ ist ein beeindruckender Film mit exzellenten Darstellern, der keine einfachen Lösungen vorgibt, und zeigt, wie die Gier und Korruption in der Öl-Branche Menschen in der ganzen Welt betreffen kann.