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Wer bin ich? Das wäre vermutlich die Frage auf die im Titel von Sven Halfars Dokumentarfilm nachzulesende Antwort. Wie es ist, in Deutschland als Kind eines schwarzen Vaters nur mit einem Elternteil aufwachsen zu müssen, davon erzählt Yes I am! aus einem angenehm unaufgeregten und gleichzeitig sehr persönlichen Blickwinkel. Gegen Ende schlägt der Film einen Bogen zu dem Bandprojekt „Brothers Keepers“, das als Antwort auf die Ermordung des Afrikaners Alberto Adriano von rund zwanzig afrodeutschen Musikern Leben gerufen wurde.
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| Zivilcourage und schwarze Musik: das afrodeutsche Bandprojekt Brothers Keepers... Ein entlarvender Blick auf Rassismus in Deutschland und eine einzigartige Form von Widerstand. Cinema Dokumentarfilm über HipHop und drei farbige Rapper in Deutschland, die ohne ihre nichtdeutschen farbigen Väter aufwuchsen. Ihre Identitätssuche mündet in einer kraftvollen Musik mit vorwiegend deutschen Texten, in denen sie von einem schönen, aber auch von einem aggressiven Deutschland, von Fremdenhass, Rechtsradikalen und Vorurteilen singen. Noch beklemmender als die Aussagen der Musiker sind die ihrer deutschen Mütter, die sich wünschen, dass ihre Kinder endlich ihre Identität und ihren Frieden finden. Eine Sozialstudie mit der Musik als rotem Faden, die den HipHop und das dahinter stehende Anliegen des Rap nahe bringt. |
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Musik-Dokumentarfilm;
D 2006 - 104 Min.; ab 12; Regie: Sven Halfar; Darsteller: D-Flame, Adé Odukoya, Mamadee, Xavier Naidoo. www.yesiam-derfilm.de (incl. dt. Trailer) www.imdb.com |
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Eines der aktuellen Probleme ist die erfolgreiche Eingliederung der integrationswilligen Ausländer in unser Land. Was aber ist mit denen, die nur „halb“ Ausländer sind, die in unserem Land geboren wurden und seither hier leben, die einen deutschen Pass besitzen, echte Deutsche sind und lediglich eine andere Hautfarbe haben? Um die geht es in diesem Film. Adé hat eine weiße Mutter, Barbara, und hatte einen nigerianischen Vater. Als dieser von Banditen ermordet wurde, kam die Mutter zurück nach Köln. Das war 1986. Adé war 15 Jahre alt. Seitdem lebt er abwechselnd in Köln oder in Lagos. Wie schwer es war, nirgendwo richtig dazu zu gehören, halb Afrikaner, halb Deutscher, in einem gewissen Maße ausgeschlossen zu sein, berichtet Adé in ausführlichen, überzeugenden Passagen. Aufgefangen hat ihn sein Kontakt mit anderen Schwarzen, seine „Musik“ als Rapper und sein beharrlicher Kampf gegen Ausländerfeindlichkeit und Rechtsradikalismus. Mamadee ist 27. Sie wurde in der ehemaligen DDR geboren. Ihr Vater war ein Student aus Sierra Leone. Als er ausgewiesen wurde, weil Studienzeit und Aufenthaltserlaubnis abgelaufen waren, blieb Mamadees Mutter mit ihren Kindern verlassen zurück. Auch Mamadee widmet sich der Musik, ist Sängerin. Lebhaft erzählt sie, wie sie eine im Grunde behütete Kindheit hatte, bei den Jungen Pionieren gerne mitmachte. Aber natürlich hat auch sie gelegentlich als „deutsche Ausländerin“ Ablehnung erfahren. D-Flame alias Danny Kretschmar ist der Sohn eines farbigen GI. Dem Vater wurde das Drogengeschäft zum Verhängnis. Er wurde verhaftet und ausgewiesen. Dannys Verhältnis zu seiner oft betrunkenen Mutter war schlecht. Er selbst kam ziemlich rasch vom rechten Weg ab, stahl, dealte. Endstation Gefängnis. Heute arbeitet er als Rapper. Allen drei ist gemeinsam, dass sie in „Brothers Keepers“ und „Sisters Keepers“, Organisationen gegen Fremdenfeindlichkeit, zusammenarbeiten, Schulen besuchen, aufklärende und mahnende Texte veröffentlichen. Lebendig und gut montiert schildert der Dokumentarfilm zuerst das jeweilige persönliche Leben der drei und anschließend die geradezu die missionarische Arbeit vor allem im Osten Deutschlands. Ein wichtiger Film über ein spezifisches Thema, der Schicksale schildert, unvermutete Einsichten vermittelt, zu gewissenhaftem Nachdenken antreibt, extremistische Mißstände aufdeckt, mahnt und kämpft. |
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