"Ein Stephen-King-Film der Extraklasse!" Cinema
Ein Autor von Sachbüchern über Spukhäuser verbringt gegen jede Warnung eine Nacht im Zimmer 1408 des New Yorker Dolphin Hotels. Eine Nacht, die dem Zyniker das Fürchten lehrt. Nach der Kurzgeschichte von Stephen King ist unter der Regie von Mikael Håfström („Evil“, „Entgleist“) ein anspruchsvoller und durchaus intelligenter Gruselstreifen entstanden, der ohne plumpe Effekthascherei und aufdringliche Foltergewalt auskommt.
Thriller;
USA 2007 - 94 Min.; ab 16;
Regie: Mikael Håfström;
Darsteller: John Cusack, Samuel L. Jackson, Mary McCormack, Jasmine Jessica Anthony, Tony Shalhoub, Noah Lee Margetts, William Armstrong, Paul Kasey, Len Cariou, Paul Birchard.

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Stephen King ist der größte Horror-schriftsteller aller Zeiten. Er schrieb mehr als 40 Romane sowie über 100 Kurzgeschichten und erreichte eine weltweite Verkaufsauflage von über 200 Millionen Exemplaren. Mit „Carrie“ begann 1973 seine einzigartige Karriere, zuletzt erschien 2006 das eher feinsinnige Eheszenario „Love“. Fast alle seine Bücher wurden für die Leinwand bearbeitet. In Kritikerkreisen genießen King-Filme zwar keinen sonderlichen Ruf, obwohl es bei genauer Betrachtung viele sehr gute King-Adaptionen gibt.

Das jüngste Werk in dieser Reihe ist nun „Zimmer 1408“, das auf einer Kurzgeschichte aus „Im Kabinett des Todes“ basiert. Erzählt wird eine geradezu typische King-Story: Ein skeptischer Rationalist wird mit einer Welt jenseits aller Vorstellungen konfrontiert und buchstäblich auf die andere Seite gezogen. Mit dem durchgeistigt wirkenden John Cusack wurde für die Rolle ungläubigen Geisterjägers Mike Enslin die ideale Besetzung gefunden. Und wie fast immer bei Stephen King fängt alles ganz harmlos an.

Enslin übernachtet in einer billigen Absteige, die angeblich von einer Spukerscheinung heimgesucht wird. Nichts passiert. Enslin findet sich ein weiteres Mal in seiner Überzeugung bestätigt: Nur Spinner glauben an Geister.

Diesen Eindruck gewinnt er auch, als er wenig später in New York dem Manager des luxuriösen Dolphin Hotels gegenübersitzt. Dieser will Enslin um alles in der Welt davon abbringen, eine Nacht im offenbar verfluchten Zimmer 1408 zu verbringen. „Dieser Raum ist böse“, sagt der Hotelchef, und wenn Samuel L. Jackson diese Worte spricht, sollte man sie eigentlich ernst nehmen. Doch Enslin bleibt stur. Und nachdem die Tür des Zimmers 1408 hinter ihm ins Schloss gefallen ist, reißt die Spannung nicht mehr ab.

„Na, wo sind die versprochenen Blutbäche?“, spöttelt Enslin noch, als er den Raum einer ersten Inspektion unterzieht. Die ironische Anspielung an den anderen King-Hotel-Thriller „Shining“ ist kaum ausgesprochen, da geht es schon los. Was dann genau in Zimmer 1408 geschieht, soll nicht verraten werden. Nur so viel: Der Ort ist eine Art Zwischenwelt, in dem die Ängste des Unterbewusstseins Gestalt annehmen. Enslin wird am nächsten Tag nicht mehr derselbe sein.

Regisseur Mikael Håfström („Entgleist“) lässt die Spannung langsam ansteigen und wechselt geschickt zwischen subtilem Schauer und furiosen Schreckensbildern.

„Zimmer 1408“ ist ein surreal-kafkaesker Horrortrip, der zu den besten aller Stephen-King-Verfilmungen zählt. Checken Sie ein! Aber denken Sie immer an den „Hotel California“-Song der Eagles: „You can check out any time you like, but you can never leave!“