"Der grandiose Songwriter-Soundtrack und die unverbrauchten Darsteller machen dieses Roadmovie zu einem aufregenden Kinojuwel."
Cinema

Als Burt (John Krasinski) und Verona (Maya Rudolph), beide um die Dreißig, erfahren, dass sie demnächst Eltern werden, ergreift sie die Panik! Noch dazu, wo gerade jetzt Burts Eltern (Jeff Daniels, Catherine O'Hara) nach Belgien auswandern wollen. Von ihnen ist also keine Unterstützung zu erwarten. Dabei fühlen sich Burt und Verona noch ziemlich orientierungslos und alles andere als gut vorbereitet aufs Erwachsensein, geschweige denn die Rolle als Eltern. Was tun? Verona entwirft einen Plan: In den nächsten Wochen werden sie und Burt gemeinsam sämtliche Freunde und Verwandte besuchen, um in deren Nähe vielleicht den perfekten Platz zum Leben zu finden. Es beginnt ein turbulenter Trip quer durch Nordamerika, eine urkomische Odyssee mit absurd-skurrilen Begegnungen, Erlebnissen - und Erkenntnissen.



USA / Großbritannien 2009 - 98 Min.; ab 12;
Regie: Sam Mendes;
Darsteller: John Krasinski, Maya Rudolph, Jeff Daniels, Catherine O'Hara, Allison Janney, Jim Gaffigan, Carmen Ejogo, Maggie Gyllenhaal, Josh Hamilton.

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Burt und seine schwangere Freundin Verona sind zwar schon über 30, aber so richtig erwachsen fühlen sich die beiden noch nicht. Als Burts Eltern kurz vor der Geburt ihrer Enkeltochter beschließen, nach Belgien auszuwandern, begeben sich die beiden auf eine Reise quer durch die USA - in der Hoffnung, irgendwo den idealen Platz zum Leben zu finden.

Unterwegs treffen sie auf frustrierte Mütter, verstörte Väter und esoterisch durchgeknallte Akademiker (köstlich: Maggie Gyllenhaal). Ver­glichen mit diesen schrägen Typen wirken Burt und Verona (erfrischend: John Krasinski und Maya Rudolph in ihren ersten Hauptrollen) auf einmal gar nicht mehr so verschroben.

Mit großer Herzenswärme und einem wunderbaren Gespür für die (tragi)komischen Momente des Lebens folgt Regisseur Sam Mendes den werdenden Eltern auf ihrem Selbstfindungstrip durch Nord­amerika. "Away We Go" erzählt von der Angst, die Zukunft nicht zu meistern, zeigt aber auch, was es heißt, eine Familie zu gründen - und was dabei alles schiefgehen kann.

Für Burt und Verona besteht das Geheimnis ihrer Liebe vor allem darin, den eigenen Selbstzweifeln so ge­lassen wie möglich zu begegnen. Auf ihre ängstliche Frage "Was sollen wir nur tun?" antwortet er mit entwaffnender Naivität: "Ich würde sagen, wir ziehen es einfach durch."

Fazit: Der grandiose Songwriter-Soundtrack und die unverbrauchten Darsteller machen dieses Roadmovie zu einem aufregenden Kinojuwel.