Burt und seine schwangere Freundin Verona sind zwar
schon über 30, aber so richtig erwachsen fühlen sich die beiden noch
nicht. Als Burts Eltern kurz vor der Geburt ihrer Enkeltochter beschließen,
nach Belgien auszuwandern, begeben sich die beiden auf eine Reise
quer durch die USA - in der Hoffnung, irgendwo den idealen Platz
zum Leben zu finden.
Unterwegs treffen sie auf frustrierte Mütter, verstörte Väter und
esoterisch durchgeknallte Akademiker (köstlich: Maggie Gyllenhaal).
Verglichen mit diesen schrägen Typen wirken Burt und Verona (erfrischend:
John Krasinski und Maya Rudolph in ihren ersten Hauptrollen) auf
einmal gar nicht mehr so verschroben.
Mit großer Herzenswärme und einem wunderbaren Gespür für die (tragi)komischen
Momente des Lebens folgt Regisseur Sam Mendes den werdenden Eltern
auf ihrem Selbstfindungstrip durch Nordamerika. "Away We Go" erzählt
von der Angst, die Zukunft nicht zu meistern, zeigt aber auch, was
es heißt, eine Familie zu gründen - und was dabei alles schiefgehen
kann.
Für Burt und Verona besteht das Geheimnis ihrer Liebe vor allem
darin, den eigenen Selbstzweifeln so gelassen wie möglich zu begegnen.
Auf ihre ängstliche Frage "Was sollen wir nur tun?" antwortet
er mit entwaffnender Naivität: "Ich würde sagen, wir ziehen
es einfach durch."
Fazit: Der grandiose Songwriter-Soundtrack und die unverbrauchten
Darsteller machen dieses Roadmovie zu einem aufregenden Kinojuwel.
|