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Das Heist-Motiv hat eine lange filmische Tradition. Von Rififi über Ocean’s 11 bis hin zu 90er Jahre-Blüten wie Roger Avarys Killing Zoe, immer wieder kreisten Filme um den einen großen Coup. In The Bank Job, der den Ablauf, die Hintergründe und das schmerzhafte Nachspiel eines legendären Londoner Bankraubs aus dem Jahr 1971 erzählt, verwebt Regisseur Roger Donaldson die einzelnen Fäden zu einem überaus spannenden Polit-Thriller. Dabei schlägt die Story einen gewaltigen Bogen vom kleinkriminellen Milieu des Londoner East End bis in die Welt des organisierten Verbrechens. Sogar höchste Regierungskreise und das Königshaus scheinen in den Fall verwickelt.
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GB 2008 -- 110 Min.; ab 12;
Regie: Roger Donaldson Darsteller: Jason Statham, Saffron Burrows, Daniel Mays, Stephen Campbell Moore, James Faulkner, Alki David, Richard Lintern. Homepage www.imdb.com |
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1971 in London. An einem Septembersamstag kommt es zum größten Bankraub in der Geschichte Englands. Die Produzenten und Drehbuchschreiber dieses Films haben gründlich recherchiert. Manches Gezeigte und Gesagte ist also echt. Einiges aber ist auch erfunden, zum Teil weil es damals kurz nach dem Einbruch eine Nachrichtensperre gab, teils weil viele der damals Beteiligten untergetaucht sind oder nicht mehr leben. Die vielschichtigen und unterschiedlichen Handlungskomponenten dieses History-Realo-Action-Krimi-Dramas haben es in sich. Doch Regisseur Roger Donaldson hat die Sache gut gemanagt und alles unter einen Hut gebracht. Beteiligt ist die elegante Lady Martine Love (Saffron Burrows), die wegen Drogenschmuggels Gefängnis riskiert, jedoch mit dem Geheimdienst einen Deal arrangiert. Es geht darum, einer Serie kompromittierender Fotos eines Mitglieds der Königlichen Familie habhaft zu werden, die in einem Schließfach der Lloyd-Bank verwahrt werden. Am besten wäre es wohl, einen Bankraub zu inszenieren, zu dem Martine ihren Ex-Freund Terry sehr gut Jason Statham anstiftet, der den „Bruch“ mit einigen Ganoven-Kumpels denn auch generalstabsmäßig durchführt. Dass Martine ihn ausnützt und der Geheimdienst alles beobachtet, ahnt Terry nicht. Nicht zuletzt deshalb steht die finanziell äußerst rentable Angelegenheit mehrmals auf der Kippe. Sowieso hat auch die vom Geheimdienst keineswegs unterrichtete Polizei Lunte gerochen, weil sie von einem Amateurfunker, der die Gespräche der Bankräuber abhörte, Hinweise erhielt. Ihre Hände im Spiel haben zudem der sich als Black-Panther-Politiker gerierende Hochstapler und Verbrecher Michael X, der die heiklen Fotos anfertigen ließ, ein Pornokönig, der im Bankschließfach Notizen über Schmiergelder an Polizisten aufbewahrt, sowie die Bordell-Madame Sonja, die ihrerseits Dokumente von SM-Sitzungen hochrangiger Herren aus der Regierung besitzt. Wie alles verläuft, was gelingt und was misslingt, wird akribisch, spannend, hervorragend inszeniert und glänzend gespielt geschildert. Der Grundinhalt entspricht dem damaligen Geschehen, aber vieles ist wie gesagt dazuerfunden, gebrauchsfertig dramatisiert, unterhaltungsmäßig aufbereitet. Trotzdem: ein sehr guter Film. |
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