Arizona, 1873: Jake Lonergan (Daniel Craig) wacht mitten in der Wüste auf. Warum und wieso - er weiß es nicht, denn er kann sich an nichts erinnern. Und sich deshalb auch nicht die rätselhafte Metall-Manschette an seiner rechten Hand erklären, die nicht abzubekommen ist.

Originaltitel: Cowboys and Aliens;
USA 2011 - 119 Min.; ab 12;
Regie: Jon Favreau;
Darsteller: Daniel Craig, Olivia Wilde, Harrison Ford, Clancy Brown, Noah Ringer, Sam Rockwell, Paul Dano, Walton Goggins, Ana de la Reguera
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Auch sonst stehen die Zeichen auf Gefahr: Als er ins Städtchen Absolution reitet, nimmt ihn der Sheriff kurzerhand fest, weil der wortkarge Cowboy auf der Fahndungsliste steht. Und als kurz darauf blaue Lichter am Nachthimmel aufblitzen und eine außerirdische Invasion über die Prärie hereinbricht, muss Lonergan sein Leben und das der anderen Bewohner retten. Zusammen mit dem missmutigen Rancher Dolarhyde (Harrison Ford) und am Ende gar mit einer Handvoll Indianern.
Was ist schon absolut notwendig im Leben? Frisches Wasser sicherlich, Luft zum Atmen und, ja, süßer Senf zur Weißwurst. Aber ein Mix aus Western und Science Fiction? Zugegeben, die Vorstellung ist keine allzu sympathische, und entsprechend widerwillig lässt man sich auf "Cowboys und Aliens" ein (der dank Holzhammer-Titels keinen Zweifel daran lässt, worum es im Film geht).
Aber dann, eine gute halbe Stunde ist vergangen und die ersten unbekannten Flugobjekte haben die Saloon-Stadt attackiert, passiert’s: Man beginnt, mitzufiebern. Mit dem gewohnt ausgemergelten Daniel Craig (im Gesicht deutlich gealtert, aber, hey, er ist einfach cool!) und dem nicht minder mürrischen Harrison Ford, der in Reihe zwei allerdings eine leider fast austauschbare Rolle spielt.
Das ist alles recht abgefahren, was "Iron Man"-Regisseur Jon Favreau und seine sechs (!) Drehbuchschreiber auf die Leinwand gebracht haben – basierend auf der gleichnamigen comic-artigen Graphic Novel von 2006. Und erfüllt vieles, was gutes Popcorn-Kino verlangt: spannende Story, rätselhafte Wendungen, fulminantes Finale. Nur, dass die Aliens dermaßen blutrünstig gerieten und es überhaupt ziemlich grausig zugeht, überrascht. Schließlich ist Entertainment-König Steven Spielberg einer der Produzenten, dessen Hang zum Brutalen hier offensichtlich voll ausgebrochen ist.
Charmant am Spektakel ist, dass Wild West-Bewohner, die nicht einmal wissen, was Elektrizität ist, mit Laserstrahl und Düsenjäger konfrontiert werden. Da kann von Abgeklärtheit nicht die Rede sein. Ein wenig selbstironischer hätte die Schlacht allerdings ausfallen können. Aber John Wayne war ja auch so gut wie nie ein Lächeln abzuringen.

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