“Rundum begeisterte[n] Reaktionen auf die "Knochenmann"-Premiere ... Die Verfilmung eines dritten Wolf-Haas-Krimis ist schlicht die beste.
Kurier

“So ist “Der Knochenmann” nicht nur der beste Film der Brenner-Reihe, sondern auch eine der besten Thriller-Komödien der letzten Jahre. ... Haben die bisherigen Filme - so gut sie auch waren - immer nur wie Vehikel gewirkt, um Hader eine Plattform zu bieten, ist “Der Knochenmann” auch als eigenständiger Thriller gelungen.”
TAZ

"Wer die Filme von Joel und Ethan Coen mag – hier kommt ein Pflichttermin!"
kulturnews

“Gewohnt absurde Mischung aus Mord, Missgeschicken und Erpressung – ein Spaß, ganz wie die Vorgänger!”
SPIEGEL

“Schlechtes Wetter, schlechte Laune, schlechte Menschen – schwarzer Humor zum Niederknien!”
Zitty

“Kongenial – selten war ein Wort so passend wie für Wolfgang Murnbergers dritte Adaption eines Krimis von Kultautor Wolf Haas. ... Der Freund des schwarzen Humors amüsiert sich vortrefflich, und das dank der erstklassigen Dialoge, der hintergründigen Bilder und einem formidablen Cast. Ein hinterhältiges Vergnügen, wie es so nur aus Österreich kommen kann.”
Zitty

Nach "Komm, süßer Tod“ und „Silentium“ kommt mit der „Knochenmann“ der dritte Kultkrimi aus der Feder von Wolf Haas in die Kinos. Und wieder sorgt die Kooperation von Regisseur Wolfgang Murnberger, Autor Wolf Haas und Hauptdarsteller Josef Hader für ein kongeniales Kinovergnügen. Die rabenschwarze Kinokomödie um den lakonischen Loser Brenner bewegt sich zwischen makabrer Milieustudie, saftigem Genre-Thriller und herzzerreißender Liebesgeschichte. Pointensicher und mit denkwürdigen Dialogduellen zeigt sich Josef Hader im schauspielerischen Schlagabtausch mit Sepp Bierbichler in absoluter Höchstform. Kultkino mit hohem Comedy-Faktor.

Ö 2008 - 120 Min.; ab 16;
Regie: Wolfgang Murnberger;
Buchvorlage: Wolf Haas;
Musik: Sofa Surfers;
Drehbuch: Josef Hader, Wolfgang Murnberger, Wolf Haas;
Darsteller: Josef Hader, Josef Bierbichler, Birgit Minichmayr, Christoph Luser, Simon Schwarz, Dorka Gryllus, Pia Hierzegger, Stipe Erceg, Ivan Shvedoff, Edita Malovcic.

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So einer wie Brenner ist seiner Zeit eben voraus, und so war die Finanzkrise bei ihm schon immer ein Thema. Der Privatdetektiv ist einfach chronisch klamm. Deshalb muss Brenner auch die schäbigsten Jobs annehmen. Zurzeit kassiert er widerwillig für seinen schmierigen Freund Berti (Simon Schwarz) Autos ein, deren Leasingraten überfällig sind. Der neueste Auftrag führt ihn tief in die österreichische Provinz in den „Löschenkohl“, eine stark frequentierte Brathendlstation mit angeschlossener Pension. Doch der säumige Künstler namens Horvarth, den Brenner hier aufspüren will, ist nicht aufzutreiben. Stattdessen purzelt der Ex-Polizist in seiner typischen Mischung aus Inspektor Colombo und Wiener Schmäh in ein wahnwitziges Abenteuer, bei dem die hauseigene Knochenmühle des Gasthofes und ein Bordell jenseits der Grenze in Bratislava keine unbeträchtlichen Rollen spielen. Dass bei Brenner der kriminelle Spürsinn dabei zuweilen von persönlichen Interessen getrübt wird, wie beim Blick auf Birgit (Birgit Minichmayr), die sinnesfreudige Schwiegertochter des Wirtes, versteht sich von selbst.

In Österreich sind Brenners skurrile Fälle längst Kult, und auch hierzulande wächst die Fangemeinde der Romane von Wolf Haas, aber auch der beiden schon erfolgten Verfilmungen „Komm süßer Tod“ und „Silentium“ stetig. Regisseur Wolfgang Murnberger kann auch bei der dritten Adaption wieder auf den Kabarettisten und Schauspieler Josef Hader zurückgreifen, der sich diesmal mit dem bayerischen Urgestein Josef Bierbichler als grantelnder Wirt einen grandiosen Schlagabtausch liefert.

Schwarzer Humor der besseren Sorte und ein tiefes Verständnis für die Schwächen seiner Helden zeichnet auch den „Knochenmann“ aus. Geradeaus kann jeder, Brenner erweist sich erneut als Meister der Seitenwege, auf denen der Blick in die Tiefen, aber auch auf die Höhen des menschlichen Daseins immer wieder überraschende Perspektiven eröffnen. Wie ein tragikomisches Trüffelschwein suhlt sich Brenner dabei als klassischer Antiheld im Schäbigen auf der verzweifelten Suche nach dem Schönen. Erneut gelingt dabei dem Kameramann Peter von Haller eine Vielzahl von visuellen Kabinettstückchen, die den lakonischen Humor der Dialoge kongenial auf die Bilder übertragen.

Im Vergleich zu den beiden ersten Fällen wirken die Geschichte und die Figurenzeichnung noch konzentrierter, der gesamte Film ist aus einem Guss. Mit „Der Knochenmann“ ist dem eingespielten Team der „Brenner-Reihe“ bislang die überzeugendste Adaption gelungen und spätestens mit dieser brillanten Darbietung dürfte sich der geniale Kabarettist Hader endgültig auch als Schauspielgröße etabliert haben.