Nicholas Sparks Fans wissen, was sie erwartet, und kommen voll auf ihre Kosten. Vor malerischer Kulisse brillieren Diane Lane und Richard Gere mit großen Gefühlen, Romantik pur und einer Prise tränenreicher Tragik. Ein gewaltiger Wirbelsturm bringt die zwei aus dem Gleichgewicht geratenen Menschen einander näher. Die Kraft der Liebe gibt beiden Mut für einen Neuanfang. Durch gegenseitiges Verständnis und Vertrauen finden sie wieder zu sich selbst und ihren Kindern. Für die Liebe und das Leben ist es nie zu spät!
Originaltitel: Nights in Rodanthe;
Australien/USA 2008 - 97 Min.; ab 6
Regie: George C. Wolfe;
Darsteller: Richard Gere, Diane Lane, Christopher Meloni, James Franco, Viola Davis, Scott Glenn, Mae Whitman.

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Die gefühlswuchtigen Romane von Sparks ("Wie ein einziger Tag") handeln zumeist von großer, verzehrender Liebe, einer zweiten Chance und tragischem Verlust. Auch bei der Adaption von Broadway-Regisseur George C. Wolfe ist folglich anrührender Taschentuch-Alarm angesagt. Zunächst werden die Herzschmerz-Dinge jedoch langsam und relativ locker angegangen: Adrienne (Lane ist mittlerweile kompetent auf den Rollentypus der attraktiven Frau über 40 abonniert) lebt von ihrem untreuen und inzwischen reumütigen Mann getrennt. Als er ihre beiden gemeinsamen Kinder für die Ferien zu sich nimmt, fährt Adrienne in das bilderbuchartige Küstenstädtchen Rodanthe, um nach der Pension ihrer Freundin zu sehen. Ein einziger Gast ist angereist, der gutaussehende Arzt Dr. Paul Flanners (Gere). Auch er hat mit persönlichen Problemen zu kämpfen, da er sich wegen eines tödlichen Kunstfehlers Vorwürfe macht und unter anderem deswegen von seinem Sohn (James Franco) entfremdet ist. Anfangs gehen die beiden verwundeten Seelen noch auf Distanz, doch allmählich beginnen sie sich beim gemeinsamen Essen und Kummer ertränkenden Zechgelage emotional näher zu kommen. Ein mächtiger Hurrikan wirbelt sie schließlich auch körperlich zusammen, was dezent mit zärtlichen Liebesszenen zum Ausdruck gebracht wird. Nach ihrem gemeinsamen Liebeswochenende reist Paul für mehrere Monate zu seinem Sohn nach Ecuador. Die Beziehung der Frischverliebten vertieft sich in Folge durch ihren regen Briefverkehr und sie freuen sich auf einen neuen Lebensbeginn miteinander. Doch tragische Umstände treten ein.

Gere und Lane sind ein eingespieltes Liebespaar mit greifbarer Chemie, wie sie zuvor bereits in "Cotton Club" (1984) und auch in "Untreu" demonstrierten. Lane kniet sich vollständig in ihre Rolle als Frau, die sich in ihrer unglücklichen Ehe selbst zurückgenommen hat und nun von ihrer neuen Liebe inspiriert wieder ihre eigenen Träume auslebt. Ihr Kollege Gere schüttelt seinerseits gewohnt mühelos seinen patentierten Charme aus dem Ärmel. Romantische Stimmung wird darüber hinaus mit der malerischen Küstenkulisse und dem künstlerisch originell eingerichteten Strandhotel kreiert. Musikalisch klingen gesetzte Interpreten wie Dinah Washington an, womit dem kultivierten Geschmack des älteren weiblichen Publikums entsprochen werden soll. Diese Zielgruppe wird auch die teils etwas gespreizten Dialoge und konstruierten Plotwendungen in Kauf nehmen und genussvoll in der aufwühlenden Sentimentalität schwelgen.