|
![]() |
||||||||||
|
Einzelgänger Lars Lindstrom vermeidet menschliche Kontakte und sucht stattdessen die Einsamkeit. Ein Zustand, der sich mit der Bekanntschaft einer lebensgroßen Silikonpuppe in ungeahnter Weise ändert. Werbefilmer Craig Gillespie und Drehbuchautorin Nancy Oliver liefern eine absolut hinreißende Tragikkomödie ab, die ganz ohne schlüpfrigen Klamauk auskommt. Eine liebenswerte Geschichte über die Macht der Toleranz.
|
|||||||||||
|
(Lars and the Real Girl)
USA 2007 - 106 Min.; ab 0; Regie: Craig Gillespie; Darsteller: Ryan Gosling, Emily Mortimer, Paul Schneider, Patricia Clarkson, Kelli Garner, Lauren Ash, R.D. Reid, Nancy Beatty. Homepage www.imdb.com |
|||||||||||
|
Ein kleines Städtchen im Mittleren Westen der USA. Zurückgezogen und isoliert lebt der schüchterne Einzelgänger Lars Lindstrom in der ehemaligen Garage seines Elternhauses. Sein sozialer Umgang beschränkt sich auf den regelmäßigen Besuch des Gottesdienstes und seinen Job in einer öden Büroparzelle. Die Einladungen seines Bruders Gus und dessen schwangeren Frau Karin, die gleich nebenan im Haus der verstorbenen Eltern leben, schlägt er für gewöhnlich erfolgreich aus. Es ist, als führte er ein Leben in der Warteschleife - unsichtbar und fern menschlicher Kontakte, wann immer ihm dies möglich war. Eine selbst gewählte Einsamkeit, unter der er mehr zu leiden schien, als er zu zeigen bereit war. Dies jedenfalls sollte alsbald deutlich werden. Regisseur Craig Gillespie ist eine Ikone der Werbefilmindustrie. Vielfach ausgezeichnet, sind zwei seiner Spots Bestandteil der permanenten Sammlung des Museum of Modern Arts in New York. Nach seinem US-Debüt „Mr. Woodcock“, liefert Gillespie mit „Lars und die Frauen“ nunmehr seinen zweiten Langfilm ab. Mit viel Einfühlungsvermögen, welches wenigstens in gleichem Maße der Drehbuchautorin Nancy Oliver zuzuschreiben ist, erzählt er eine schräge und absolut liebenswerte Geschichte über Verlust, Schmerz und die Macht der Toleranz. Dabei ist es in ungeahnter Leichtigkeit und völlig frei von Voyeurismus gelungen, eine warmherzige wie hinreißende Tragikkomödie zu erzählen, die glücklicherweise ganz ohne schlüpfrigen Klamauk auskommt. Eine Leistung, aufgrund derer die „Six Feet Under“-Autorin Nancy Oliver nun völlig zu Recht auf den diesjährigen Oscar für das Beste Originaldrehbuch hoffen darf. Ganze Arbeit hat auch die Darstellercrew geleistet, die in der ungewöhnlichen und ungewöhnlich sympathischen Geschichte geradezu aufgeht. Dabei ist der Film sowohl mit seinem Hauptdarsteller Ryan Gosling als auch bis in die kleinste Nebenrolle perfekt besetzt. |
|||||||||||
|
|
|||||||||||