Jack wurde gerade gefeuert, Joy von ihrem Verlobten verlassen. Beim Vergessen durch Vergnügen kreuzen sich in Vegas ihre Wege. Als eine Nacht voller Spaß mit Eheschließung endet, sind beide am nächsten Morgen ebenso spontan zur Trennung entschlossen. Doch der Jackpot am Spielautomaten, den sie gemeinsam geknackt haben, und eine richterliche Entscheidung, zwingt sie, sechs Monate zusammenzuleben. Der Auftakt eines witzigen Beziehungskriegs. Im Revier von "Trennung mit Hindernissen" und "Voll verheiratet" setzt Tom Vaughans romantische Komödie auf Wiedererkennungswerte. Das betrifft die Story und die Stars Cameron Diaz und Ashton Kutcher, deren Rollen sich eins zu eins mit ihrem jeweiligen Image decken, schließt aber auch den Humor ein. Situationskomik dominiert Wortwitz, Übertreibung ist als Stilprinzip bedeutsamer als die Entwicklung geschliffener Gags.
(What Happens in Vegas)
USA 2008 - 95 Min.; ab 6;
Regie: Tom Vaughan;
Darsteller:
Cameron Diaz, Ashton Kutcher, Rob Corddry, Lake Bell, Michelle Krusiec, Dennis Farina, Krysten Ritter, Jason Sudeikis, Queen Latifah.

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Gerade Cameron Diaz geheiratet und als gemeinsames Spielgeld drei Millionen Dollar gewonnen zu haben, wäre für die meisten Männer wohl Eldorado. Für die Hauptfigur von "Love Vegas" aber ist es Babylon, der Untergang der Spaßkultur. Jack (Ashton Kutcher) ist ein Bindungsphobiker und das typisch verantwortungsresistente große Kind, das zum Mittelpunkt jeder Party wird. Das beweist Jack auch in Vegas, wo er nicht nur die Casinos, sondern auch Joy (Cameron Diaz) erobert, die hier vergessen will, wie demütigend sie ein Wall-Street-Anzugträger kurz vor der erhofften Hochzeit abserviert hat. Zumindest für eine Nacht, zwischen Spieltisch und Suitenbett, passt alles perfekt, gekrönt von einer Spontanehe im Vollrausch, der beide am nächsten Morgen keine Chance geben. Den ersten Streit im Rücken und die sofortige Scheidung im Visier, verändert ein Spielgewinn von drei Millionen Dollar alles. Weil Jack mit einer Münze, die Joy ihm überlassen hatte, den Pot knackt, reklamieren beide das Vermögen für sich. Doch ein Richter erteilt dem Paar eine Benimm- und Beziehungslektion. Sechs Monate sollen sie Seite an Seite leben, bevor er seine Entscheidung über das Geld und die Ehe fällen will.

Der zweite Film des Briten Tom Vaughan, der sich mit der romantischen Uni-Komödie "Starter For Ten" für sein US-Debüt qualifizierte, ist ein klassisches Starvehikel, das auf Wiedererkennungswerte setzt. Diaz zeigt viel Bein, ihr Panoramalächeln und ihre geprüfte Mischung aus verlegener Erotik und Partygirl-Attitüde. Kutcher gibt den großen verspielten Jungen, dessen Lebensplanung über den nächsten Tag nicht hinausgeht. Beide haben Sidekicks, die aggressiv für ihre Freunde kämpfen - und Nebenkriegsschauplätze, die befriedet werden müssen. In Jacks Fall der Vater, dem endlich Reife bewiesen werden soll, in Joys der Ex, der endlich aus dem Gedächtnis gelöscht werden muss. Wie in einigen Vorgängerprojekten der Stars dominiert Situationskomik den Wortwitz, besonders in den Rosenkriegsszenen des widerwilligen Paars, die erfahrungsgemäß für die größten Lacher sorgen werden. Zu Slapstick und Übertreibung gesellt sich am Ende die romantische Abschlussnote, die den Zuschauer einmal besinnlich statt überdreht in das Happy End entlässt. Realitätsüberprüfungen zu Plot und Figuren sind obsolet, wenn Diaz einen Börsenprofi und Queen Latifah eine Ehetherapeutin spielt. "Love Vegas" präsentiert sich selbstbewusst als Slapstickmärchen mit genau kalkulierten Reizen, das bei den Fans von "Trennung mit Hindernissen" und "Voll verheiratet" punkten wird.