Die Familie von Machete fällt
dem Kampf gegen Drogenboss Torrez zum Opfer. Machete sinnt zwar auf
Rache, doch flüchtet er zunächst nach Texas. Dort werden ihm 150.000
Dollar geboten, wenn er den rassistischen Senator McLaughlin umbringt.
Doch das Angebot ist eine Falle. McLaughlin, der den Anschlag für
seine Wiederwahl nutzt, überlebt, und Machete befindet sich fortan
auf der Flucht vor der Polizei, McLaughlins Schergen und der Mafia.
Zum Glück erhält er Unterstützung von der Immigrations-Untergrundkämpferin
Luz, der Immigrations-Agentin Sartana und seinem alten Freund Padre. "Sin
City"-Macher Robert Rodriguez entfesselt mit "Machete",
gedacht als Erweiterung der "Grindhouse"-Battles, mit Regular
Danny Trejo in der Hauptrolle eine epische Rachestory und ein Feuerwerk
aus "bullets, blood and broken hearts", in dem Trejo als
legendärer Outlaw Machete Cortez, vom Drogenkönig gelinkt und für
tot gehalten, auf Rachefeldzug geht. Zur unglaublichen Besetzung
gehören Jessica Alba, die unschlagbare Michelle Rodriguez, Don "Miami
Vice" Johnson, Lindsay Lohan, Steven Seagal, Jeff Fahey und
Robert De Niro als korrupter Senator.
USA
2010 - 105 Min.; ab 18;
Regie: Ethan Maniquis, Robert Rodriguez;
Darsteller: Danny Trejo, Jessica Alba, Robert De Niro, Michelle Rodriguez,
Steven Seagal, Jeff Fahey, Cheech Marin, Lindsay Lohan, Don Johnson,
Rose McGowan, Cheryl Chin.
"Sin City"-Macher Robert Rodriguez serviert
mit dem messerscharfen Mexploitation-Thriller ein nostalgisches Genregebräu
aus Rache, Gewalt, Sex, Drogen und Galgenhumor.
Die Figur des von
Rache angetriebenen ehemaligen mexikanischen Federale-Agenten Machete
(perfekt verkörpert von Rodriguez-Regular Danny Trejo) absolvierte
gewissermaßen bereits mehrere Leinwandauftritte. So tauchte Trejo
bereits in der "Spy Kids"-Reihe unter demselben Namen auf.
Doch es war der gleichnamige Trailer im Rodriguez/Quentin Tarantino-Projekt "Grindhouse" (2007),
der dem Genrepublikum Lust auf den rasenden Rächer mit Oneliner-Qualitäten
machte. Dabei kam Rodriguez die Idee für den Charakter bereits vor
15 Jahren, während der Dreharbeiten zu "Desperado" - stets
mit Trejo im Sinn für die Titelrolle.
Per Drehbuch von Rodriguez
und seinem Cousin Alvarado Rodriguez verwickelt sich der Federale
Machete in einen persönlichen Krieg mit dem Drogenboss Torrez (ein
aufgeschwemmter Steven Seagal), was zum brutalen Mord seiner Familie
führt. Daraufhin flüchtet Machete nach Texas, wo ihm 150.000 Dollar
geboten werden, um den Senator McLaughlin (Robert DeNiro als besonders
unlauterer Politker mit Vorliebe für Menschenjagd) umzubringen. Natürlich
handelt es sich dabei um ein abgekartetes Spiel, bei dem Machete
als Negativfigur für alle Immigranten stehen und dem rassistischen
Senator damit zur Wiederwahl verhelfen soll. McLaughlin überlebt
folglich und Machete befindet sich nun auf der Flucht vor der Polizei
und McLaughlins Schergen (darunter Jeff Fahey als seine rechte Hand,
dessen verluderte Tochter von keiner Geringeren als der mehrfach
textilfreien Lindsey Lohan gemimt wird). Zum Glück erhält der Gejagte
Unterstürzung von der Immigrations-Untergrundskämpferin Luz ("Fast
and Furious"-Braut Michelle Rodriguez ist voll in ihrem Action-Element),
der Immigrations-Agentin Sartana (Jessica Alba, wie immer hübsch
anzusehen) und seinem alten Freund Padre (Cheech Marin). Beim finalen
Shootout wird dann mit Feuerpower, Explosionen und Nahkampf-Gemetzel
sowohl in die Action- als auch Splatter-Vollen gegriffen.
Stilistisch
orientiert sich Rodriguez (der in Zusammenarbeit mit Ethan Maniquis
inszenierte) nicht nur an klassischen Genrevorbildern wie "Shaft" oder "Coffy
- Die Raubkatze", sondern auch an seine eigenen frühen Filmen,
in denen religiöser Symbolismus eine prominente Rolle einnimmt. Eine
Abweichung von der Norm besteht darin, dass der Film zugleich als
Podium dient ausgiebig und ausführlich gegen die aktuelle Immigrationspolitik
zu wettern. Dies nimmt dem allgemeinen Over-The-Top-Ton manchmal
etwas den Wind aus den Segeln, doch eimerweise Blood, Guts & Gore
garniert mit nackten Brüsten und schrägem Humor werden beim Genrepublikum
auf durchschneidenden Erfolg stoßen.