»Zanasis Film macht extrem gute Laune, er feiert mit Blick auf mehrere Generationen das Menschlich-Allzumenschliche, die kleinen Dinge des Lebens, und vermittelt das tröstliche Gefühl: Du bist nicht allein!«
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG


»Die schönsten Filme stellen unsere Klischees in Frage, um sie am Ende doch zu bestätigen. Dann sind wir wieder mit der Welt versöhnt. Eines unserer amüsantesten und sentimentalsten Fantasiebilder ist das der italienischen Familie. Gianni Zanasi hat dazu die fantastische Komödie NICHT DRAN DENKEN gedreht, die im herbstlichen Rimini ernst genug ist, um die reine Idylle zu durchbrechen. Aber es bleibt dabei: Die Familie ist der erste und emotionalste Kern unseres Lebens. Und das ist schön so!«
ABENDZEITUNG, MÜNCHEN


»Eine wirklich witzige, originelle italienische Komödie, so stark, dass sie sich auch andernorts behaupten wird? Regisseur Gianni Zanasi beweist es mit seinem schrägen glaubwürdigen NICHT DRAN DENKEN: ein Werk, dass von starken Lachern beflügelt dahinsegelt dank eines soliden Buchs und aussergewöhnlicher Darsteller, bei denen man das Ensemblespiel lernen kann. Star Mastandrea trifft genau das ausgewachsene Kind in Stefano, mit Hundeblick und halbleerem Ausdruck, in dem sich leichte Verwirrung und Sichdreinfinden mischen - selten war dieser Spitzenschauspieler so liebenswert wie hier!«
VARIETY

(Non Pensarci)
Italien 2007 -- 104 Min.; ab 12;
Regie: Gianni Zanasi;
Darsteller:
Valerio Mastandrea, Anita Caprioli, Giuseppe Battiston, Caterina Murino, Paolo Briguglia, Teco Celio, Gisella Burinato, Luciano Scarpa, Dino Abbrescia.

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Ein verunsicherter Punker kehrt zurück ins heimatliche Rimini – doch im bürgerlichen Zuhause ist auch nicht mehr alles so, wie es mal war… In Gianni Zanasis turbulenter Familienkomödie verabschiedet man sich auch in der Provinz vom Gefühl der trügerischen Sicherheit des bürgerlichen Lebens. In dem er den Punker mit Sehnsucht nach Sicherheit auf den Spießbürger mit Lust auf Freiheit und Abenteuer treffen lässt, entfaltet Regiseeur Giani Zanasi beim Zusammenprall der Lebensentwürfe eine Vielzahl von Verrücktheiten, die das Leben in seiner ganzen Facettenreichtum abbilden. Mit Sinn für urkomische Katastrophenszenarien zerlegt Zanasi dabei die Familie in ihre Einzelteile, um sie am Ende aber doch als emotionales Zentrum zu etablieren, an dem man kaum vorbei kommt.

Auch ein Rocker braucht mal Ruhe. Der Punkmusiker Stefano ist sechsunddreißig und mit jedem Jahr scheint für den Musiker im Rom die Leichtigkeit des Seins an Schwere zuzulegen. Als das neue CD-Projekt platzt, die Freundin fremdgeht und der Enthusiasmus der Fans spürbar nachzulassen droht, scheint der passende Moment für eine Auszeit gekommen. Die Fahrt nach Rimini ins elterliche Zuhause soll den verunsicherten Musiker neue Kraft bringen. Doch daheim in der Provinz haben alle ihre eigenen Probleme und keine Lust, dem Sicherheit und Geborgenheit suchenden Stefano ein gemachtes Nest zu bereiten: Die beiden Elternteile haben sich aus der Verantwortung für Fabrik und Kinder verabschiedet und suchen nun, jeder für sich, neuen Sinn beim Golfen oder im Esoterikkurs. Michaela, die Schwester hat die Uni sausen lassen und arbeitet lieber im örtlichen Delphinarium und Stefanos Bruder Alberto hat vor lauter Sorgen um die anstehende Scheidung längst den Überblick über die Geschäfte in der Konservenfabrik verloren. So wird nichts aus dem geplanten Urlaub im Hotel Mama.

Stattdessen muss sich Stefano überall schockierende Lebensbeichten anhören und sich um die vielen maroden Baustellen kümmern, die das Fundament der Familie zum Einsturz zu bringen drohen. Allein auf seine joviale Art kann sich der Punkrocker dabei nicht verlassen. So endet der erste Ausflug mit Albertos Kindern nach einer rasanten Spritztour im Knast, was die Aussichten im Sorgerechtstreit des Bruders nicht gerade verbessert. Doch der Crashkurs in Sachen Verantwortung bringt bald ganz neue Seiten an Stefano hervor und plötzlich scheint es gar nicht einmal so schlimm zu sein, endlich erwachsen zu werden.

In Gianni Zanasis turbulenter Familienkomödie verabschiedet man sich auch in der Provinz vom Gefühl der trügerischen Sicherheit des bürgerlichen Lebens. In dem er den Punker mit Sehnsucht nach Sicherheit auf den Spießbürger mit Lust auf Freiheit und Abenteuer treffen lässt, entfaltet Zanasi beim Zusammenprall der Lebensentwürfe eine Vielzahl von Verrücktheiten, die das Leben in seiner ganzen Facettenreichtum abbilden. Mit Sinn für urkomische Katastrophenszenarien zerlegt Zanasi dabei die Familie in ihre Einzelteile, um sie am Ende aber doch als emotionales Zentrum zu etablieren, an dem man kaum vorbei kommt. Eine Erkenntnis, die sich sein Hauptdarsteller Valerio Mastandrea mit lakonischer Gelassenheit aneignet. Mit dem Schauspieler, dessen verschmitztes Mimenspiel schon alleine das Eintrittgeld wert wäre, hat Zanassi den perfekten Botschafter gefunden, für seine sehr italienische Art, uns mit den tragikomischen Tatsachen des Lebens zu versöhnen.