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Nachdem Vesper, die Frau, die er liebte, am Ende von "Casino Royale" stirbt, spürt 007 (Daniel Craig) das Verlangen, seine nächste Mission zu einem persönlichen Rachefeldzug zu machen. Gemeinsam mit seiner Chefin M (Judy Dench) will er die Wahrheit herausfinden und kommt dem kriminellen Geschäftsmann Dominic Greene (Mathieu Amalric) auf die Schliche, der als Umweltschützer getarnt schmutzige Ölgeschäfte mit verschiedenen, auch westlichen Ländern, macht.
Auch die resolute Camille (Olga Kuryelnko) hat noch eine Rechnung mit Greene offen, weshalb sie sich mit Bond zusammentut, den sein Feldzug gegen Betrug, Mord und Korruption um die halbe Welt führt: Von Italien über Kuba bis nach Bolivien und die Seebühne in Bregenz... |
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GB/USA 2008 - 103 Min.; ab 12
Regie: Marc Forster; Darsteller: Daniel Craig, Olga Kurylenko, Mathieu Amalric, Gemma Arterton, Jeffrey Wright, Giancarlo Giannini, Judi Dench, Anatole Taubman. Homepage Movie Database |
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Wie attraktiv wirkt ein Mann auf Frauen, wenn er seiner Verflossenen nachtrauert, auf Rache sinnt und nie lächelt? Der neue Bond kommt emotionaler und nachdenklicher daher als je zuvor - man kann das als cool bezeichnen, muss man aber nicht. Abgesehen davon gibt es noch mehr Details, die manchen am neuen Agentenabenteuer nicht schmecken könnte: Bond Nr. 22 hat kein Spielzeug und keine Gimmecks mehr. Q wurde abgeschafft, das war's mit den Raketenautos, feuerfesten Westen oder Abhörwanzen in der Anstecknadel. "Die Filme wurden zu wirklichkeitsfremd", verteidigt Produzent Michael G. Wilson die Veränderungen, "wir mussten Bond ins 21. Jahrhundert bringen, zurück zur Realität, zu Menschen". Dazu passt, dass der aufs Wesentliche zusammengeschrumpfte 007 mit rund 100 Minuten Filmlänge der kürzeste Bond aller Zeiten geworden ist. Schießende Kugelschreiber und umherfliegende Telefonzellen sind vielleicht wirklich nicht mehr zeitgemäß, aber Humor und Spannung, an denen es dem neuen Film fehlt, darf es auch im Jahr 2008 geben. Viel Grund, sich über "Ein Quantum Trost" aufzuregen, gibt es dennoch nicht. Der deutsch-schweizerische Regisseur Marc Forster ("Schräger als Fiktion") hat handwerklich ordentliche Arbeit abgeliefert, das Bond-Girl ist hübsch und der Bösewicht glaubhaft, auch wenn die Figur im Vergleich zu bisherigen Schurken mit Weltherrschaftsanspruch eher harmlos wirkt. Entscheidend wird vielmehr sein, wie es ab jetzt weitergeht: Wird der nächste Bond auch wieder eine Fortsetzung mit roher Action sein? Und einem grimmigen Helden, der sich mehr um sich als um seine Umwelt kümmert? Dann würde Jason Bourne statt James Bond eigentlich ausreichen. |
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