Chamäleon Rango fühlt sich unterfordert. Er wäre so gerne cool, ein toller Schauspieler mit Schlag bei Frauen. Aber in seinem Terrarium ist weit und breit nix davon zu sehen. Sein Leben ändert sich dramatisch, als Rango beim Umzug seines Herrchens verloren geht und sich auf einmal in der Mojave-Wüste wiederfindet. Bei der Produktion von „Rango“ müssen die Macher sehr viel Spaß gehabt haben – und das überträgt sich auf den fertigen Film. „Rango“ ist ein skurriler und witziger Animationsfilm, der einen mit ganz viel guter Laune aus dem Kino kommen lässt.

USA 2011 - 107 Min.; ab 6;
Regie: Gore Verbinski;
Originalstimmen: Johnny Depp, Isla Fisher, Abigail Breslin, Alfred Molina, Bill Nighy,
Harry Dean Stanton, Ray Winstone.

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Auf seiner Tour durch die Ödnis kommt Rango ins kleine Städtchen Dreck, wo er mit seiner großen Klappe schnell Eindruck schindet und Sheriff wird. Doch schon recht bald muss er feststellen, dass ein paar Sprüche nicht reichen um sich durchs Leben zu mogeln. Denn sehr schnell findet er sich in einem fiesen Intrigenspiel wieder. Zeichentrickfilme sind was für Kinder - dieser Satz stimmt nicht immer. Denn "Rango" ist eindeutig auch ein Film für Erwachsene. Allein die ersten zehn Minuten, in denen Chamäleon Rango über das Leben sinniert und sich als Schauspieler probiert, sind so psychedelisch, dass so mancher Erwachsene ratlos vor der Leinwand sitzt - und die meisten Kinder auch. Aber "Rango" ist auch ein Film, der für jeden etwas bietet. Filmfreunde erkennen munter zusammengeklau(b)te Zitate aus "Chinatown", "Fear And Loathing In Las Vegas" und diversen Western wieder. Fans skurriler Geschichten werden sich über die meist hässlichen und dabei doch herzlichen Figuren auf der Leinwand freuen und Kinder werden den Titelhelden Rango und die singenden Mariachi-Eulen ziemlich putzig finden. Das Animationskino hat sich in den letzten Jahren sehr stark gewandelt, in manchen Filmen (die das Wort "Zeichentrick" schon lange nicht mehr verdienen, weil ein Computer die Arbeit macht), fällt es inzwischen schwer, zwischen Realität und Animation zu unterscheiden. Technisch ist "Rango" da auf dem neuesten Stand und allein das macht den Film sehenswert. Besonders erstaunlich: Für Regisseur Gore Verbinski ("Fluch der Karibik") war es der erste Ausflug ins Animationsfach. Leider werden wir in Deutschland nur in wenigen Kinos in den Genuss der Originalstimmen kommen. Denn was Ned Beatty, Isla Fisher und Bill Nighy da in der englischen Originalversion abliefern, ist sagenhaft. Von Johnny Depp mal ganz zu schweigen, der sich hier mal wieder selbst übertrifft. (Wer Englisch kann, sollte versuchen ein Kino zu finden, das die US-Version zeigt). In der deutschen Fassung sind u.a. "Switch"-Comedian Michael Kessler und die Country-Band "The Boss Hoss" zu hören. Fazit: Bei der Produktion von "Rango" müssen die Macher sehr viel Spaß gehabt haben – und das überträgt sich auf den fertigen Film. "Rango" ist ein skurriler und witziger Animationsfilm, der einen mit ganz viel guter Laune aus dem Kino kommen lässt.