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Aus Österreich kommt diese packende und atmosphärische Erzählung eines Fluchtversuchs. Alex und Tamara wollen raus aus ihrem Leben im Wiener Rotlichtmilieu und überfallen eine Bank in der Provinz. Götz Spielmanns Drama überzeugt dabei als spannende Abhandlung über das menschliche Verlangen nach Rache und Gerechtigkeit.
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Ö 2008 - 121 Min.; ab 16;
Regie und Buch: Götz Spielmann; Darsteller: Johannes Krisch, Irina Potapenko, Ursula Strauss, Andreas Lust, Hannes Thanheiser, Hanno Pöschl, Toni Slama, Magdalena Kropiunig, Rainer Gradischnig, Günther Laha. Homepage Movie Database |
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Das neue österreichische Kino mit Regisseuren wie Barbara Albert („Nordrand", „Fallen"), Antonin Svoboda („Spiele Leben"), Jessica Hausner („Lovely Rita") oder Ulrich Seidl („Hundstage") besticht vor allem durch seinen schnörkellosen Realismus, bei dem nichts beschönigt wird. In seinem neuen Film erzählt Götz Spielmann („Antares") von Alex (Johannes Krisch). Der hat noch nicht viel Glück gehabt in seinem Leben, war schon mal im Knast und arbeitet nun als Handlanger im Wiener Bordell von Konecny (Hanno Pöschl). Alex hat eine heimliche Liaison mit der ukrainischen Prostituierten Tamara (Irina Potapenko). Um ein neues Leben mit ihr irgendwo im Süden anzufangen, beschließt Alex, eine Bank in einer Kleinstadt zu überfallen. Tamara besteht darauf, im Fluchtwagen zu sitzen. Ein fataler Fehler, denn auf der Flucht wird sie irrtümlich von dem Polizisten Robert (Andreas Lust) erschossen. Alex zieht sich zurück zum Hof seines greisen Großvaters (Hannes Thanheiser). Und lernt dort Susanne (Ursula Strauss) kennen. Susanne ist die Frau von Robert. „Gefühle stehen nicht im Widerspruch zu gedanklicher Klarheit und formaler Präzision", sagt Götz Spielmann. Und genauso inszeniert er auch diese ungemein emotionale Geschichte um Rache und Vergebung und dem mitunter hilflos anmutenden Versuchen der Figuren, ihr Glück zu finden. Von der ersten Sekunde schlagen einen die glasklaren Bilder Spielmanns in ihren Bann, ruhige, überaus präzise Einstellungen. Und passend reduziert agieren auch die großartigen Schauspieler, vor allem der grandiose Burgtheatermime Johannes Krisch in seiner ersten Kinohauptrolle. In den wenigen Sätzen, die die Protagonisten von sich geben, steckt oft ganz viel Wahrheit. Spielmann gelingt nun das Kunststück, dass dieses perfekt ausbalancierte Tableau überhaupt nicht künstlich wirkt. Und für diese Achterbahn der Gefühle braucht er noch nicht einmal Filmmusik. Ein Meisterwerk. |
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