Britische Erfolgskomödie mit Comedystar Simon Pegg als Vater, der sich seinem Sohn und seiner großen Liebe als Marathon-Mann beweisen möchte.
GB/USA 2007 - 97 Min.; ab 6;
Regie: David Schwimmer;
Darsteller:
Simon Pegg, Thandie Newton, Hank Azaria, Dylan Moran, Harish Patel, Matthew Fenton, India de Beaufort, Simon Day, Stephen Merchant, Ruth Sheen, Tyrone Huggins.

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In J.J. Abrams' Neustart der Enterprise ist Simon Pegg ("Shaun of the Dead") als Bordingenieur Scotty Herr über die Energie, doch in dieser Komödie fehlt sie ihm ein Leben lang. Hauptfigur Dennis bringt nichts auf die Reihe oder wenigstens zu Ende, selbst die Hochzeit stand er nicht durch, verließ seine schwangere Freundin Libby (Thandie Newton) kurz vor der Trauung. Fünf Jahre später stottert sein Motor unverändert, läuft mit einem Job, für den er schlecht geeignet und bezahlt wird, nur auf Reserve, während Libby mit einem dynamischen neuen Freund voll durchstartet. Geschäftsmann Whit ist erfolgreich und als Kontrast zum deprimierenden Dennis überhaupt eine strahlende Erscheinung. Und weil er sich auch mit Dennis' Sohn gut versteht, muss kommen, was die Naturgesetze fordern. Ein Streit der "Väter", ausgetragen auf den Straßen Londons, wenn der bewegungsfaule Brite in einem Marathonlauf auf den athletischen Amerikaner trifft, um wenigstens einmal im Leben über die volle Distanz zu gehen.

Ursprünglich für den Schauplatz New York von Comedian Michael Ian Black geschrieben, dessen Regiedebüt "Blind Wedding - Hilfe, sie hat ja gesagt" ebenfalls das Hochzeitsthema variiert, nutzt die erste Regiearbeit von "Friends"-Star David Schwimmer den Insel-Transfer für ein bisschen Backgroundtouristik und einige exzentrische Charakterskizzen, unter denen ein indischer Vermieter, vor allem aber Dennis' lakonischer Freund Gordon den besten Eindruck hinterlassen. Dialogwitz wie bei Gordons Flirt mit Libby (Sie: "Du bist mein Cousin" - Er: "Das hat die königliche Familie nie gestört") ist vernehmbar, tritt aber zurück hinter einer recht braven und moralischen Familienkomödie mit seltenen Annäherungen ans Derbe. Eine monströse Fußblase platzt leinwandfüllend, doch der Knoten irgendwie nicht, sofern man sich hier mehr Boshaftigkeit und Biss erwartet. Das britische Publikum, aufgewachsen mit diesen landestypischen Humorzutaten, vermisste offensichtlich wenig, amüsierte sich über Pegg, der als Marathon-Mann mit Bauchballast und dekorativen Hot Pants alternativ auf Rockys Outsider-Spuren wandelt. Ein Underdog erobert London, ein Jedermann wie Pegg eine Königin wie Newton. Unglaublich mag das klingen, unmöglich ist es aber nicht in einer Welt, in der auch schon ein Hobbit (Dominic Monaghan) bei einer Inselschönheit ("Lost"-Star Evangeline Lilly) stranden und landen konnte.