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Sie fragen sich, ob sich der Kinogang lohnt, wenn sie den Namen Carrie Bradshaw vielleicht mal gehört haben - aber mehr auch nicht?
Es kommt darauf an. Erstmal ist der Film ganz klar nicht nur an Eingeweihte gerichtet: Eine Mini-Rückschau am Anfang fast alles zusammen, was Sie dringend über Carrie und ihre Freundinnen wissen müssen. Insider-Witze kommen vor, stören aber niemandem, der nicht bis über den Kopf im SATC-Kosmos steckt. Die Handlung ist in sich rund und kunterbunt. |
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USA 2008 - 145 Min.; ab 12;
Regie: Michael Patrick King; Darsteller: Sarah Jessica Parker, Kim Cattrall, Kristin Davis, Cynthia Nixon, Chris Noth, David Eigenberg, Evan Handler, Jason Lewis, Lynn Cohen, Mario Cantone. Homepage www.imdb.com |
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Das Kinoprojekt war seit Langem in Planung, scheiterte aber an den finanziellen Forderungen von Kim Cattrall. Zwischen den Frontfrauen Parker und Cattrall soll es Spannungen gegeben haben. Auch um die Handlung gab es schon im Vorfeld dramatische Spekulationen: der Prototyp aller Traummänner, Mr. Big, soll doch nicht ins Jenseits befördert werden? Mit "Sex and the City" kommt eine der beliebtesten TV-Serien ins Kino und zwar im XXL Format. 145 Minuten lang ist das Wiedersehen mit Sex-Kolumnistin Carrie (Sarah Jessica Parker), PR- und Männerfachfrau Samantha (Kim Cattrall), der besonnenen Juristin Miranda (Cynthia Nixon) und der Hüterin der traditionellen Werte Charlotte (Kristin Davis). Seit dem Ende der HBO-Serie vor 4 Jahren blieben einige Fragen offen: was wird aus Carrie und Mr. Big? Und wie heißt der Kerl eigentlich mit vollem Namen? Wird Charlotte doch noch schwanger und Samantha etwa monogam? Und führen Miranda und Steve tatsächlich die erstrebenswerte Vorzeigebeziehung? Bevor die Serie den Bildschirm eroberte, war "Sex and the City" eine erfolgreiche autobiografische Zeitungskolumne von Szenefrau Candace Bushnell, die regelmäßig im New York Observer erschien. Produzent Darren Star erkannte sofort das Potential der Kolumnen über das Sexualverhalten durchschnittlicher New Yorker Singles. Daraus wollte er eine Comedy für Erwachsene produzieren, in der offen und ehrlich mit dem Thema Sex umgegangen wird. Sarah Jessica Parker fand ihr Vorbild für die Rolle der Carrie in der Figur der Edina (Jennifer Saunders) aus der BBC-Show "Absolutly Fabulous". Und Samantha erinnert stark an Edinas Freundin Pat. "Die Serie handelte von der Suche nach Liebe. Der Film erzählt, was passiert, wenn man sie gefunden hat", erklärt Autor und Regisseur Michael Patrick King, ehemals ausführender Produzent, Regisseur und Autor der Serie "Sex and the City". Der Film spielt in der Gegenwart, also vier Jahre nachdem wir Carrie und ihre Freundinnen zuletzt gesehen haben. Es ist viel passiert in der Zwischenzeit: Für Charlotte hat sich ihr Park Avenue Lebenstraum erfüllt: Sie hat ihre große Liebe gefunden und ist glückliche Mutter einer Adoptivtochter. Überraschenderweise führt selbst Samantha eine feste Beziehung, allerdings auf der anderen Seite der USA. Sie folgte ihrem Freund Smith (Jason Lewis), der aus Karrieregründen nach Los Angeles gezogen ist, vermisst aber ihr Leben in New York. Auch Miranda (Cynthia Nixon) fühlt sich von ihrem geliebten Manhattan abgeschnitten. Sie hat sich mit ihrem Mann Steve (David Eigenberg) und ihrem Sohn Brady in Brooklyn niedergelassen. Und Carrie, die zwar immer noch in ihrem Apartment in der Upper East Side wohnt, schreibt ihre Kolumne nicht mehr. Sie arbeitet an ihrem vierten Buch und führt eine stabile Beziehung mit Mr. Big (Chris Noth). Der hält sich allerdings in altbekannter Manier eine Hintertür offen. Lässt er sie doch, was für eine Überraschung, im von Vogue abgelichteten Vivian Westwood Brautkleid stehen! Aber was sind schon die Mr. Bigs dieser Welt gegen wahre Freundschaft? Wie die vier Frauen die Gegenwart meistern, zeigt "Sex and the City - Der Film" mit viel Humor, aber auch zu Tränen rührend. Taschentücher sollte man nicht vergessen. Der Film wirkt über 145 Kinominuten sogar noch besser als im Fernsehen. Der Zuschauer ist ganz nah dran. Und auch die fünfte Hauptdarstellerin des Films, New York City, wirkt im Großformat wesentlich beeindruckender, die Mode noch extravaganter. Selbstverständlich spielt auch Fashion im Film eine Hauptrolle. Die legendäre Designerin Patricia Field, deren Mode ein ganzes Jahrzehnt definiert hat, betreut nach der Serie auch die Leinwandfassung. Das wird der Sommer der Gladiatorensandalen! Ein gelungenes Kinoereignis mit Cinderella Effekt. "Sex and the City - The Movie" zeigt, dass eine erfolgreiche TV-Serie auch als Kinofilm funktioniert. Wer sich ein Beispiel an Barack Obama nehmen will und sich zum Kinostart am 29. Mai nichts anderes vornimmt, macht bestimmt keinen Fehler. Darauf erst mal einen Cosmopolitan |
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