USA
2008 - 91 Min.; ab 12;
Regie: Christine Jeffs;
Darsteller: Amy Adams, Emily Blunt, Alan Arkin, Steve Zahn, Mary Lynn
Rajskub, Clifton Collins Jr., Jason Spevack, Eric Christian Olsen,
Paul Dooley, Kevin Chapman.
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Da gibt es immer wieder diese kleinen und skurrilen
Filme, die vor neuen Ideen und Witz nur so sprühen. Keine Blockbuster
für alle, sondern Filmjuwelen für Kenner. "Sunshine Cleaning" ist
so eine Tragikomödie, die Herz und Verstand gut tut. In Albuquerque,
New Mexiko, leben die Schwestern Rose (Amy Adams) und Norah (Emily
Blunt). Norah hat gerade ihren Job als Kellnerin verloren, auch Rose
lebt von der Hand in den Mund. Die Putzfrau muss jeden Cent umdrehen
und als dann ihr achtjähriger verhaltensauffälliger Sohn auf eine
Privatschule soll, weiss sie nicht, woher sie das Geld nehmen soll.
Die allein erziehende Mutter
träumt davon, dass ihr verheirateter Liebhaber seine Frau verlässt.
Das fällt dem aber nicht im Traum ein. Durch ihn erfahren sie aber
immerhin, wo ein Mord oder Selbstmord geschehen ist und rücken dann
mit Putzeimer und Putzlappen an, um die Spuren von Gewalt im wahrsten
Sinne des Wortes zu verwischen. Das Geschäft brummt, die Firma heißt "Sunshine Cleaning".
Für die Schwestern geht es endlich aufwärts, doch dann vermasselt
die schusselige Norah das Geschäft durch einen schweren Brand.
Schwarzer
Humor und weiblicher Optimismus machen diesen Blick ins postmortale
Reinigungsgeschäft zum Vergnügen mit Tiefgang. Nach und nach kommen
verdrängte Ereignisse aus der Vergangenheit hoch, denen sich das
Duo emotional stellen muss. Beide tragen an ihren kleinen Geheimnissen,
an den Verletzungen und Enttäuschungen, ohne sich Selbstmitleid hinzugeben.
Im Gegenteil, sie kämpfen für ein besseres Leben, wann und wo auch
immer.
Mit gepfefferten Dialogen und Sprachwitz sorgen
die Damen für intelligente Unterhaltung, Amy Adams ("Verwünscht", "Glaubensfrage")
ist in ihrer Stärke das Herzstück in diesem Film, wenn sie, die einstige
Cheerleaderin, bei einem Klassentreffen von den früheren Mitschülern
bemitleidet und belächelt wird, beweist sie Kraft und Stolz. Emily
Blunt ("Der Teufel trägt Prada", "Der Jane Austen
Club") als nette Chaotin bleibt da etwas in ihrem Schatten.
Eine Prachtrolle bewältigt auch Oscar-Preisträger Alan Arkin als
Großvater (ähnlich wie in "Little Sunshine"), der immer
neue Jobideen ausbrütet.
Christine Jeff gelingt die Verbindung von Leben und
Tod, Trauer und Fröhlichkeit, Alltag und kleiner Utopie. Und wenn sich zarte
Bande zwischen dem einarmigen Reinigungsmittelverkäufer und der taffen
Rose ahnen lassen, weiss man: Das Glück und Mr. Right können überall
sein.
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