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Ein spannender, historisch weitgehend korrekter, ziemlich guter und komplexer Thriller. (...) Gemessen daran, was dem Film alles unterstellt und vorgeworfen wurde, gemessen auch daran, wie gründlich das alles hätte schiefgehen können, kann man allerdings schon fast von einem Triumph sprechen. Auf jeden Fall ist es der bisher spannendste, wirklichkeitsnächste und komplexeste Spielfilm über den 20. Juli - auch wenn die Latte, nach drei deutschen Versuchen von 1955 bis 2004, sicher nicht unerreichbar hoch lag. Zudem kann man sagen, dass Hollywood ein nun wirklich restlos deutsches Thema kaum je so ernstgenommen hat wie bei dieser opulenten logistisch-cineatischen Großanstrengung.
Süddeutsche Zeitung Kurz: „Operation Walküre“ ist ein spannender Thriller, hervorragend gefilmt und bis in die kleinste Nebenrolle perfekt besetzt. programmkino.de |
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Originaltitel: Valkyrie;
Prädikat: besonders wertvoll; D/USA 2008 - 118 Min.; ab 12; Regie: Bryan Singer; Darsteller: Tom Cruise (Col. Claus von Stauffenberg), Kenneth Branagh (Henning Von Tresckow), Bill Nighy (Friedrich Olbricht), Carice van Houten (Nina Von Stauffenberg), Eddie Izzard (Erich Fellgiebel), Stephen Fry, Tom Wilkinson (Friedrich Fromm), Christian Berkel (Mertz von Quirnheim), Thomas Kretschmann (Otto Ernst Remer), Florian Panzner (Hans Wilhelm Hagen). Homepage Movie Database |
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Schon während der Produktion in Berlin und in Verbindung mit dem Namen Tom Cruise heiß diskutiert, war die Erwartungshaltung gegenüber diesem Film umstritten. So zeigte sich die Jury nach Sichtung des Films mehr als überrascht: Es offenbarte sich ein filmisches Werk von erstaunlicher historischer Genauigkeit. Für eine amerikanische Produktion außergewöhnlich ist der Verzicht auf jegliches Pathos und noch mehr überraschte die reduzierte, ja sparsame Verkörperung der Figur Stauffenbergs durch Tom Cruise, ohne den geringsten Versuch, daraus eine Heldengestalt zu machen. Der Film konzentriert sich auf die Hauptlinie des Geschehens, die Operation Walküre, sehr sachlich und mit großer Präzision in den Details. Die Charaktere sind bis in die Nebenrollen hervorragend besetzt, ihr reduziertes Spiel stets effektvoll und überzeugend. Spürbar ist die Angst der Teilnehmer an der Verschwörung vor Entdeckung, ebenso das Widersprüchliche, ja die Zerrissenheit im Offizierscorps. Die Szenen im Familienkreis von Stauffenberg mit Frau und Kindern wurden behutsam und ohne Pathos oder Rührseligkeit inszeniert. Wohltuend ist der Verzicht auf eine große Bilderschau mit Massenszenen. Eine sehr gute Kamera konzentriert sich dafür mehr auf die Gesichter der Verschwörer, welche sehr differenziert ihre Gefühlsregungen zum Ausdruck bringen. Obwohl der historische Ablauf der Verschwörung und des Attentats bis in Details bekannt ist, verliert der Film nie seine Spannung. Eine Qualität, die sich aus den stimmigen Dialogen, der sicheren Inszenierung und der präzisen Montage herleiten lässt. Die musikalische Untermalung ist wohltuend reduziert und absolut angemessen. Ein Lob gilt auch der perfekten Ausstattung, die nicht der Versuchung unterliegt, in die, wie bei vergleichbaren Produktionen typische Operettenschau mit den Versatzstücken des Dritten Reiches zu verfallen. Alles in allem ein faszinierendes Stück Kino über ein wichtiges Kapitel deutscher Geschichte. |
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