„Es darf gelacht werden, aus vollem Herzen.“
Blickpunkt Film

„Ein herrlich schräger Filmtrip mit grandioser Besetzung.“
programmkino.de

„Ein Antikriegsfilm, der im Zusammenprall von Militär und Esoterik absurden Humor versprüht.“
Intro

„Es ist eine irrwitzige - und fiktive - Satire, die allerdings auf seriösen Recherchen beruht.“
spiegel.online


Der Reporter Bob Wilton wittert eine große Story, als er sich in Kuwait dem Ex-Soldaten Lyn Cassady anschließt. Angeblich war dieser ein Mitglied der Spezialeinheit „New Earth Army“, die sich - mit übersinnlichen Fähigkeiten ausgestattet - in alternativer Kriegsführung übten. Die Verfilmung des Bestsellers von Jon Ronson, erinnert in jeglicher Hinsicht an ein Werk der Coen-Brüder. Ein herrlich schräger Filmtrip mit grandioser Besetzung.



Originaltitel: The Men who stare at Goats;
USA 2009 - 90 Min.; ab 12;
Regie: Grant Heslov;
Darsteller: Ewan McGregor, George Clooney, Jeff Bridges, Kevin Spacey, J.K. Simmons, Robert Patrick, Stephen Root, Stephen Lang, Rebecca Mader.

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Schwarzhumorige Militärsatire mit George Clooney als modernem Jedi-Ritter, der glaubt, Feinde durch bloße Blicke töten zu können.
Eines steht fest: Das Personal dieser Farce ist durchgeknallt, sympathisch und jenseits von Gut und Böse. Lose nach Jon Ronsons Bestseller lässt Grant Heslov in seinem zweiten Film als Regisseur die Puppen, sprich: die Männer tanzen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn Jeff Bridges als kerniger Hippie-Kommandant mit Indianerzopf und esoterischen Ambitionen macht seine steifen Uniformträger in der New Earth Army durch wilde Tänze locker und hält viel von Bewusstsein erweiternden Kräutern oder einer Prise LSD, die er schon mal heimlich ins Trinkwasser schüttet.
Reporter Bob Wilson (Ewan McGregor), der eigentlich nur über die „Psychic Spies“ in den Achtzigerjahren recherchieren wollte, eine Geheimwaffe der Regierung, Männer, die mit Blicken Tiere töten, Gedanken der Feinde lesen und durch Wände schreiten sollten oder konnten, stößt auf den zwielichtigen Gesellen Lyn Cassady (George Clooney), der Beste seines Fachs. Der Jedi-Ritter on a mission treibt sich in der Wüste von Kuwait herum und nimmt den armen Stubenhocker mit auf einen wahnsinnigen Abenteuertrip, der aus ihm einen richtigen Mann und Jedi-Anwärter macht. Wenn mal ein paar gefährliche Terroristen oder andere unangenehme Gestalten auftauchen, das Duo entführt und mit Gewehren bedroht wird, setzt Cassady seine übernatürlichen Fähigkeiten ein und übt zwischen zwei Nerven zerreißenden Aktionen ganz entspannt im Hier und Jetzt den Sonnengruß auf dem Autodach. Dass er das Auto am einzigen Steinblock im Sandmeer zu Schrott fährt, versteht sich von selbst. Über 20 Jahre vor und zurück geht es durch die Geschichte der Army, einem Haufen Verrückter, der sich Love and Peace verschreibt und mit sanftem Blick Blümchen verteilt.
Die köstliche Persiflage auf Militär und Geheimdienst scheut zwar vor kruden Albernheiten nicht zurück, weckt aber gleichzeitig Assoziationen an Robert Altmans Wunderwerk „M.A.S.H.“ aus dem Jahre 1970 oder Mike Nichols ultimativer Militärgroteske „Catch-22“. Jeder nimmt jeden und sich selbst auf die Schippe, Institutionen und Autoritäten sowieso, ein fulminanter Abgesang auf alle Heiligen Kühe der US-Force. Und das Allerkomischste an der Story: Sie ist nicht erfunden, sondern basiert auf Fakten. Die seltsamen Spezialeinheiten gab es wirklich. Die Figuren sind überzeichnet, aber nie Karrikaturen. Vielmehr bilden Clooney, Bridges, McGregor und Kevin Spacey als Verräter in großer Spielfreude ein tolles Trüppchen, das es krachen lässt und keinen Unsinn auslässt, immer neue humoristische Gipfel erklimmt. Es darf gelacht werden, aus vollem Herzen.