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Die Liebe der Franzosen zu Audrey Tautou, der Heldin aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“, ist ungebrochen. Fünf Millionen Zuschauer haben ihren neuen Film, der auf dem internationalen Bestseller von Anna Gavalda basiert, gesehen. Die Romanverfilmung von Claude Berri („Jean Florette“) hat alles, was einen potenziellen Publikumshit auszeichnet: Optimismus, Charme, Wärme, Witz und Melancholie. Traurig beginnt es, weil die vier Helden eine junge, künstlerisch begabte Putzfrau, ein gestresster Gourmetkoch, ein stotternder Adelsspross und eine kranke alte Dame ihren Alltag zunächst im Alleingang meistern, und das mehr schlecht als recht. Als sich die Chance bietet, in einer malerisch herunter-gekommenen Pariser Altbauwohnung eine WG zu gründen, ergreift das Quartett die Gelegenheit beim Schopf. Plötzlich geht alles leichter, klart der düstere Horizont auf, wird Liebe möglich ...Wer sich einen Sinn für gu-ten, weitgehend unsentimentalen Kitsch bewahrt hat, wird sich gern in diese Welt voller heimeliger Gefühle hineinfallen lassen. Schöner Nebeneffekt: Für 97 Minuten so lang dauert dieses wunderbar altmodische Kinovergnügen ist man ebenfalls weniger allein.
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(Ensemble, c'est tout)
Drama/Komödie; F 2007 - 97 Min.; ab 0; Regie: Claude Berri; Darsteller: Audrey Tautou, Guillaume Canet, Laurent Stocker, Françoise Bertin, Alain Sachs, Firmine Richard, Béatrice Michel. www.zusammen-ist-man-weniger-allein.de www.imdb.com |
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Philibert, Franck, Camille und Paulette bilden eine zusammen gewürfelte, sonderbare, aber schließlich doch verschworene Gemeinschaft. Philibert hat von einer Verwandten in Paris eine riesige, alte, stilvoll eingerichtete Wohnung bis zu deren Verkauf zur Verfügung. Er nimmt Franck zu sich, bis der, der als Gourmet-Koch arbeitet, selbst etwas Passendes findet. Eine neue Bewohnerin kommt noch hinzu: Camille, die von Philibert geholt wird, weil sie, die zwar eine begabte Zeichnerin, aber als Putzfrau tätig ist, in ihrer kalten Kammer unter dem Dach desselben Hauses fast erfriert. Und dann ist da noch Paulette, Francks Großmutter, eine resolute, aber sonst patente Oma. Viel passiert nicht. Der Zufall oder das Schicksal haben die vier zusammengeführt: Sie leben miteinander, sie gehen sich auf die Nerven, sie helfen sich gegenseitig, sie lieben sich schließlich auch. Ein künstlerisch beachtenswert, höchst erfrischend und ungekünstelt gezeigtes Stück menschlichen Lebens. Die Regieleistung Claude Berris er ist seit 2004 Präsident der Cinémathèque Francaise besteht vor allem auch darin, dass alles vollkommen natürlich wirkt. Laurent Stocker von der Comédie Francaise gibt herrlich den durch sein Stottern belasteten Schauspieleleven und treusorgenden Freund. Audrey Tautou, überall bekannt aus der „fabelhaften Welt der Amélie“, ist die zurückhaltende, noble Camille. Hierzulande weniger bekannt ist Guillaume Canet, der den Franck spielt. Er ist äußerlich ein ruppiger Macho, der viel arbeitet, sich ab und zu eine „Tänzerin“ gönnt oder dem Alkohol zuspricht, aber insbesondere gegenüber seiner Großmutter, doch letzten Endes auch gegenüber Camille, einen weichen Kern besitzt. Die ihr Haus und ihre Tiere liebende, auf das Lebensende zugehende Oma wird durch Francoise Bertin überzeugend verkörpert. Ein ebenso liebenswertes wie gekonntes Stück Kino. |
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